| Zwischen den dreien entwickelt sich eine komplizierte Liebesgeschichte, in die auch noch Beatrice Justice, Roberts Frau, involviert ist. Robert macht Bertha Avancen, da er die Entfremdung zwischen ihr und Richard zu spüren glaubt. Bertha hingegen ist eifersüchtig auf Beatrice, die, wie sie glaubt, die Bildung und den Intellekt besitzt, die Robert bei ihr zu vermissen scheint. Richard duldet und fördert die Annäherung zwischen Robert und Bertha, er erhofft sich von den seelischen Turbulenzen eine „Erneuerung seiner Seele". In Roberts ehemaliger Studentenwohnung kommt es zu einer alles entscheidenden Begegnung.
James Joyces Schauspiel zeigt auf differenzierte Weise, wie Menschen an ihren eigenen Ansprüchen scheitern. Dem von Richard aufgestellten Postulat grenzenloser Freiheit ist keiner der Beteiligten gewachsen. Die vom Moralkodex des beginnenden 20. Jahrhunderts geprägten Konflikte erscheinen uns überraschend vertraut, und so könnte man „Verbannte" als frühen Vorläufer all jener Zimmerschlachten bezeichnen, die uns heute noch in Atem halten. Ein fulminanter Reigen großer Gefühle und enttäuschter Hoffnungen.
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