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Harald Schwiers im kunstportal-bw 2019

Harald Schwiers im kunstportal-bw

Schmökern mit Schwiers

Lebendige Geschichte

Bonner Einblicke

Die aus der Ortenau stammende (aber schon 30 Jahre in Köln lebende) Autorin Brigitte Glaser hat Blut gerochen oder zumindest eine verkaufsträchtige Fährte aufgenommen. Mit ihrem jüngsten Roman „Rheinblick“ nimmt sie sich wieder, wie schon im Vorgänger „Bühlerhöhe“, der Geschichte der Bundesrepublik an. Genauer: Sie knöpft sich die Bundeskanzler vor. War es in „Bühlerhöhe“ Adenauer, ist es jetzt in den 70er-Jahren Willy Brandt. Natürlich gibt die Bonner Szene einiges an Erzählmaterial her. Da wimmelt es nur so von kleinen bis großen Hinterhalten und Intrigenspielchen.

Brigitte Glaser entwickelt den Roman aus drei Strängen (plus einigen Nebengeflechten) sehr geschickt. Protokollarisch erzählt sie aus drei Perspektiven: Der Krankenschwester und Logopädin, die Willy Brandt betreut, der urplötzlich nach der Wahl seine Stimme verloren hat, der Wirtin des „Rheinblicks“, einer Kneipe, in der sich Minister, Hinterbänkler, Sekretärinnen und Taxifahrer regelmäßig treffen und dies und das aushecken und letztlich einer jugendlich unbedarften Nachwuchsjournalistin (aus Kehl), die in Bonn fürs heimische Blättchen die große Geschichte recherchieren will. Und natürlich spielen die Kontrahenten und/oder Ratgeber dieser Tage, wie Ehmke, Strauß und Schmidt-Schnauze, ihre klassischen Rollen im Polittheater.

Glasers fiktionales Konstrukt verspricht Spannung, und das Versprechen löst die Autorin auch ein. Aber: manchmal schreibt sie grandios gut, manchmal wimmelt es an Bildern, die den übelsten 3-Groschen-Romanen entstammen könnten. Das verwundert ebenso wie kleinere historische Unsauberkeiten, die sich schon in der „Bühlerhöhe“ eingeschlichen hatten. Das ist schade, denn Brigitte Glaser kann richtig gut schreiben (und recherchieren), tut es nur nicht immer. Aber es gab nach Brandt ja noch eine Reihe deutscher Bundeskanzler…

Brigitte Glaser, Rheinblick, List Verlag, 429 S., 20 Euro.

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