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Harald Schwiers über die Clara Kress-Ausstellung in der EnBW

Harald Schwiers im kunstportal-bw

noch bis 15. Dezember:
Karlsruher Wieder-Entdeckung - “Clara Kress in der EnBW"

Karlsruhe. (hs) Es gehört zu den ureigenen und vornehmlichen Aufgaben der Kunstförderung, Licht auf Künstler zu werfen, die Werte schaffen, aber in Vergessenheit zu geraten drohen oder die die strengen Regeln des Kunstbetriebes nicht beherrschen. So gesehen erfüllt die EnBW mit ihrer aktuellen Ausstellung der Arbeiten der Karlsruherin Clarla Kress eine selbst gewählte Pflicht. Doch hier geschieht weit mehr.
Die Ausstellung (EnBW-Gebäude, Durlacher Allee 93) bringt eine Künstlerin ins Bewußtsein, die vielfältig mit Karlsruhe verbunden war und ständig in einer Art Grauzone operierte. Im schwammigen Geviert von Kunstgewerbe und Kunsthandwerk überlebte Clara Kress nach 1950, Malerei und Zeichnung blieben dabei glücklicherweise nicht auf der Strecke. Wären die zahlreichen Aufträge etwa der Kirchen nicht gewesen, hätte die Künstlerin ihr Werk gleich gar nicht in Angriff nehmen können. Und da steckte einiges drin. Nachdem sie 1928 von Lörrach nach Karlsruhe übersiedelte und - nach abgeschlossener Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Basel - noch ein Studium an der Akademie Karlsruhe (bei August Babberger) absolvierte, war Clara Kress ein Bindeglied zwischen der deutschen Moderne mit Vertretern wie Paul Klee und der Karlsruher Linie, die vom Verismus und der Neuen Sachlichkeit geprägt war, von dem sie sich aber nicht anstecken ließ. In diesem Umfeld hat Clara Kress eine eigene Formensprache gefunden, die natürlich ihre Wurzeln erkennen läßt. Wenige Sammler und Kunstsachverständige haben das erkannt, die Künstlerin gefördert, sie unterstützt und auch einige Werke gekauft. 1993 waren zum letzten Mal Arbeiten von ihr öffentlich ausgestellt, im Landesgewerbeamt.

Die umfassende Repräsentation des Schaffens muß unvollständig bleiben; ein Großteil ihrer Arbeiten wurde während des Krieges durch einen Bombenangriff zerstört. Später malte Clara Kress nur noch selten, zeichnete erheblich mehr und fertigte kunstvolle Textilcollagen, in die sie phantasievoll und raffiniert fremde Materialien wie Folien, Plastikbänder, Leder, Porzellenstücke und Muscheln einarbeite. Sie sind weniger mit den üblichen Wandteppichen vergleichbar, sondern ähneln reliefartigen Bildern mit unterschiedlicher textiler Struktur. In Zeichnungen und Bildern wird deutlich, welchen künstlerische Einflüsse Clara Kress auf sich wirken ließ, etwa die Müller-Hufschmids, mit dem sie 16 Jahre lang zusammen lebte und arbeitete. Ihre Eigenständigkeit hat sich Clara Kress aber formal wie inhaltlich immer bewahrt.
(Prädikat: eine wertvolle Wieder-Entdeckung, Katalog, bis 15. Dezember, freier Eintritt).

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