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"diese junge stimme in der deutschen lyrik führt uns ganz zu uns selbst, auch wenn sie über weit entfernte gegenden spricht. sie unternimmt poetische reisen an entlegene orte, und ihr gelingt es scheinbar mühelos, äußere und innere grenzen hinter sich zu lassen, zu überwinden und uns, die leser doch ganz weit zurückzuholen zu uns selbst. sie spielt mit mythen, mit bildern unserer sehnsucht nach ferne, und sie lässt dabei ganz unmerklich das verschwimmen und unwichtig werden, was uns heute so deutlich scheint: die grenzziehungen, das hier- und das dortsein: „fast ist es seltsam“, sagt sie, „:da sind die menschen inmitten der dinge. sind menschen in der landschaft … verweisen sie auf die über sie hinweggehende geschichte oder verweist die geschichte auf sie?“ schlicht, poetisch, im kleinen wichtig.
daniela danz: pontus. gedichte. geb., 78 s., wallstein verlag, göttingen 2009, 14,90 euro.
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