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eine „landeskunde mit esprit“ von schwabens großem mundartdichter – dieser umfangreiche, schön ausgestattete band, noch dazu angereichert mit hörbeispielen auf cd. josef eberle alias sebastian blau, journalist und der große dichter schwabens, hat ein leben lang geschrieben, gedichtet – seine gedichte finden sich hier versammelt, wohl ediert von eckart frahm und rolf schorp. passend, zum winter das gleichnamige gedicht „Wenter“: „S ist älles weiß vor lauter Schnai,/ ma’ sieht koa’ leabigs Wease’./ Dr Wend feagt über d Äcker nei’/ wie mit em Reisigbease’ …“ – schlicht, den dialekt passgenau gesetzt, sebastian blaus gedichte treffen den ton der schwäbischen seele, geben die landschaft wieder, heimatlich und nicht provinziell. ja, er hat dieses „organ für die atmosphäre der wörter“, von dem dort die rede ist, mit einer poesie, die unverwechselbar bleibt.
eckart frahm un drolf schorp (hg.): sebastian blau – die gedichte. geb., 560 s., mit zwei cds, verlag klöpfer und meyer, tübingen 2009, 29,90 euro.
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