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Kulturtipps von Uli Rothfuss im kunstportal-bw

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Mich piekst ein Ameisenbär. Weltgeschichten“ von Manfred Chobot

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Es ist dies ein wundersames Buch, dass man immer wieder zur Hand nehmen, eine der Weltgeschichten lesen, sich erfreuen und es wieder weglegen kann, aber nicht zu weit, um es dann bald wieder in Händen zu haben und zu lesen; einzutauchen in nur scheinbar fremde Welten, denn in unseren Jahren der Globalisierung „rückt alles näher zusammen: Bauernfänger und Überzeugungskünstler, Schlitzohren und Artverwandte“, wie im Klappentext steht. Das Spannende an den Geschichten Chobots: Jeder findet sich irgendwo selbst wieder, auch wenn die Geschichte sonst wo spielt, sei es bei all den Erlebnissen ums Einchecken, sei es auf Geldsuche in Rom oder beim Tornado in München, oder dass einen tatsächlich der Ameisenbär piekst. Chobot erzählt mit Charme und Witz, hintergründig und doch immer den Nagel auf den Kopf, die Pointe zielsicher treffend. Sein trockener Humor, wienerisch mit blinzelndem Auge, lässt tatsächlich manchmal laut auflachen. Und nachdenken. Denn, wie gesagt, wir alle sind es, die seine Geschichten bevölkern. Wir, jeder einzelne, muss ich an die Nase greifen!

Manfred Chobot: Mich piekst ein Ameisenbär. Brosch., 246 S., Löcker Verlag, Wien 2013, 19,80 Euro.

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