| In den 1960er Jahren begann der Schweizer Künstler Dieter Roth mit Nahrungsmitteln zu experimentieren: Wurstscheiben, Schokolade oder Gewürze wie Anis dienten ihm als Material für seine Kunstobjekte. Zeitgleich gestaltete sein Landsmann Daniel Spoerri so genannte »Fallenbilder«, in denen er die Reste einer Mahlzeit auf einem Träger fixierte und wie ein Gemälde an die Wand hängte. Spoerri war es auch, der den Begriff »Eat Art« prägte: eine Bezeichnung für Kunst mit und aus Essbarem. Ausgehend von dem Sammlungsschwerpunkt Dieter Roth, präsentiert das Kunstmuseum Stuttgart anhand von Objekten, Installationen und Filmen die Verwendung von Lebensmitteln in der Kunst von Ende der 1960er Jahre bis heute. Neben Dieter Roth, Daniel Spoerri, Joseph Beuys, Roy Lichtenstein und Gordon Matta-Clark, die sich mit den existenziellen wie sinnlichen Aspekten des Essens und Kochens befassen, kommen in der Ausstellung auch jüngere Künstlerinnen und Künstler zu Wort: Sonja Alhäuser, Anya Gallaccio, Elke Krystufek oder Shimabuku reflektieren in ihren Werken die Produktion, Verwertung und den Konsum von Lebensmitteln in einer globalisierten Gesellschaft.

Dieter Roth, Kleiner Sonnenuntergang, 1968 Wurst auf blauem und weißem Papier in Plastiktasche Foto: Kunstmuseum Stuttgart; © Nachlass Roth weitere Informationen
Online-Ausstellung:.
BBB Johannes Deimling: BREAD or ALIVE, 2004
Thomas Rentmeister: ohne Titel, 2007
Christian Jankowski: Die Jagd, 1992
Daniel Spoerri: Tableau piège, 1972
Dieter Roth: Kleiner Sonnenuntergang, 1968
zurück zur Übersicht bitte | |