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kunstportal-bw-Porträts: Platino

LEBEN | NEBEL - über Platino

Rede von Staatssekretärin Petra Olschowski anlässlich der Verleihung des Hans-Thoma-Preises 2017 an Platino am 13. August 2017 in Bernau.

Platino im kunstportal-bw:

Extern 89, (Space 2, 1993) | © Platino

Sehr geehrte Damen und Herren,
lieber Platino,

Die Verleihung des Hans-Thoma-Preises – als einem der wichtigsten Kunstpreise dieses Landes – ist neben vielem anderen auch ein offizieller Akt.
Wenn ich mein Grußwort heute trotzdem mit einigen persönlichen Worten beginne, so hat das damit zu tun, dass ich hier kaum stehen kann, ohne ein Bild vor Augen zu haben, das mehr als dreißig Jahre zurückliegt.

Es muss Mitte der 1980er Jahre gewesen sein. Ich war noch keine zwanzig, Lehrling im Stuttgarter Kunsthaus Schaller, wo ich Praxiserfahrung sammeln wollte vor einem möglichen Studium, als ich Platino zum ersten Mal begegnet bin.

Zu dem eher traditionell ausgerichteten Kunsthaus, das eine Institution in Stuttgart war, aber heute leider nicht mehr existiert, gehörte eine Rahmenwerkstatt, deren Leiter, Manfred Ulmer, einen Gegenpol zum Geschäft der offiziellen Galerie setzte, indem er zeitgenössische Musiker oder Konzeptkünstler zu Konzerten, Ausstellungen oder Gesprächen einlud.

Für uns Junge im Team war das aufregend, interessant, pulsierend neu. Ich hatte keine Ahnung von zeitgenössischer Kunst, spürte aber, dass da etwas war, das mich faszinierte.

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