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Max Kaminski Die Zerstörung von Sodom in der Galerie im Prediger Schwäbisch-Gmünd im Kunstportal Ba


Galerie im Prediger
Schwäbisch-Gmünd im Kunstportal Baden-Württemberg


07. September – 25. Novermber 2007

Max Kaminski. Die Zerstörung von Sodom

Die Zerstörung von Sodom – die Bilderwelt des Malers Max Kaminski
Schwäbisch Gmünd (sv) – Für mich gehört Max Kaminski zu den besten Künstlern seiner Generation in der Bundesrepublik. – Was der langjährige Direktor des Kölner Museums Ludwig, Kunstkritiker und Publizist Karl Ruhrberg über Max Kaminski schrieb, unterstreicht vom 7. September bis 25. November eine Ausstellung in der Galerie im Prediger Schwäbisch Gmünd. Unter dem Titel „Die Zerstörung von Sodom“ sind 21 Arbeiten des Künstlers zu sehen – überwiegend großformatige Arbeiten, die alle die in letzten fünf Jahren entstanden sind. Die Werkschau wird am Freitag, 7. September, um 19 Uhr durch Bürgermeister Dr. Joachim Bläse in Anwesenheit des Künstlers eröffnet. Neben dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Ostalb, Johannes Werner, spricht Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen von den Museen der Diözese Würzburg zum Werk des Künstlers.

Expressive Formensprache
Max Kaminski gehört zu jenen Künstlern, die sich in der Auseinandersetzung mit der informellen Malerei der fünfziger und sechziger Jahre wieder der Figuration zuwandten. Kennzeichnend für seinen eindrucksvollen persönlichen Stil sind expressive Formen, starke Kontraste und eine intensive Orchestrierung der Farben. Das figürliche Motiv, oft aus fragmentarischen, bisweilen zersprengten Formen zusammengesetzt, ist dabei selten fassbar. Dadurch entstehen Bildwelten, die keine Hierarchie der Dinge und keine Trennung von Farbe und Raum kennen, in denen sich die Dinge leidenschaftlich miteinander verweben. Aus einem Gemenge von Körpern und Farben tauchen immer wieder fantastische Figuren auf, ein Universum an Zwischengebilden, Mischwesen aus Hund und Stier, aber auch das Kreuz – jedoch nie eine Wirklichkeit, wie wir sie realistisch wahrnehmen.

Gefühl für das, was man malt
Die ausdrucksstarken Themen, Motive und Geschichten seiner Arbeiten lesen sich als Montage aus Realität, Erinnerung und Fiktion und spiegeln die Persönlichkeit des Künstlers deutlich wider. Sie erzählen von einer Zerreißprobe, in deren Mittelpunkt der Mensch steht – hin und her gerissen zwischen der Natur seines Wesens und den Resten einer Welt, die weder einheitlich noch glatt ist. Tragik und Schicksal, Freiheit und Untergang, Traum und Tod bilden den Themenkreis seiner Arbeiten, davon ausgehend, dass keine Darstellung des Lebens überzeugend ist, wenn sie nicht auch den Tod mit einschließt.
Immer wieder veranlassen literarische Vorlagen Kaminskis bildnerische Auseinandersetzung und lassen ein Alter Ego des Künstlers vermuten – ob nun in der Beschäftigung mit Alfred Jarrys surrealer Groteske „Ubu Roi“ über die Entgrenzung des modernen Menschen oder mit Friedrich Hölderlins „Empedokles“. Während jedoch Hölderlins Empedokles nach dem Urquell allen Lebens sucht, ist er für den Maler Kaminski eine vielschichtige Projektionsfigur, um eigene existentielle oder zeitgeschichtliche Erfahrungen darzustellen, ist er ihm Signal für die Irrwege der Geschichte, die Wahnsinn und Apokalypse auslösen.
Wichtig ist Kaminski vor allem die Authentizität des Gemalten als Teil seines eigenen Lebens und Erlebens: „Man muss das Gefühl haben, was man da malt“, ist seine Devise, die vor dem Hintergrund seiner Biografie nachvollziehbare verbindliche Richtschnur ist. Und so stehen die Städte Sodom und Gomorra für ihn beispielhaft als eine Zerstörung apokalyptischen Ausmaßes, die er selbst als Kind miterlebt hat.

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