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Die Schweizer Malerin Pia Fries (geboren 1955) blickt auf eine nunmehr über zwei Jahrzehnte wäh-rende intensive Arbeit am Bild zurück. Den Bedingungen und Möglichkeiten nicht-figurativer Malerei auf den Grund zu gehen, den Prozess der Gestaltung sichtbar werden zu lassen, dem Betrachter anschaulich vor Augen zu führen, wie unterschiedlichste Bildphänomene in der Spannung von Origi-nal und Reproduktion interagieren – dies sind die Antriebskräfte ihrer dynamischen Kunst. Üppige körperhafte Farbmassen werden aufgetragen, geknetet, gespachtelt, abgekratzt und geschichtet. Zu-sätzlich integriert die Künstlerin flache Siebdruckreproduktionen gefundener Bilder, mit denen sie im Fragment neue Sinn- und Bedeutungsdimensionen für ihre Malerei erschließt. Die in Düsseldorf le-bende und in Berlin lehrende Künstlerin ist der Einladung der Kunsthalle gefolgt, einen neuen Bilder-zyklus mit Bezug zur Karlsruher Sammlung zu erarbeiten. Aus Bruchstücken der Kunstgeschichte werden sich neue Einheiten formen, die den Betrachter durch ihre Vitalität, ihre sinnliche Präsenz, aber auch durch die Distanz schaffende Mannigfaltigkeit des Disparaten beeindrucken.
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