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Die Staatliche Kunsthalle verwahrt einen bis heute nicht gehobenen künstlerischen Schatz: die Bilder der Italienreisenden, die sich in großer Zahl auf den Weg in den Süden begaben. Dabei waren es nicht nur die Deutschen, die im ausgehenden 18. und im 19. Jahrhundert von der Reiselust ergriffen wurden. Italien mit Rom als dem inspirativen Zentrum war am Beginn der Moderne der Treffpunkt der internationalen Kunstwelt. Hier ergaben sich überaus produktive Begegnungen und Konstellationen. Das Interesse der Maler, Zeichner, Architekten und Bildhauer galt einerseits den allgegenwärtigen Zeugnissen der klassischen Tradition, die ganz Italien als faszinierendes Museum erscheinen ließen, aber auch der sinnlich-konkreten Erscheinungswelt, den lichtdurchfluteten Landschaften, den Mee-reshorizonten und dem bunten Volksleben. Die geplante Ausstellung vereint erstmals die südlich inspi-rierten Werke von Künstlern wie Hubert Robert, Honoré Fragonard, Joseph Anton Koch, Friedrich Overbeck, Julius Schnorr von Carolsfeld, Carl Blechen, Camille Corot, Ernst Fries, Carl Rottmann, Anselm Feuerbach u.v.a. aus der Staatlichen Kunsthalle. Sie wirft aber auch einige Schlaglichter auf die Kunst der Italienverweigerer, die der allgemeinen Sehnsucht nach dem Süden nicht folgen wollten, aber doch auf diese Faszination künstlerisch reagierten.
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