| Nick Foldex ist ein ständig abgebrannter Privatdetektiv mit der Visage eines Verbrechers, gepaart mit einem Charme, dem keine Frau widerstehen kann. Er ist 33 Jahre alt und seine Detektei ist entweder von der Schließung bedroht oder aber gerade geschlossen, so dass neben der Last der Ermittlungen auch immer finanzielle Probleme drücken.

In diesem Sammelband liegen drei Krimis am Stück vor, alle ungefähr 120 Seiten lang und alle schön spannend. Viel bleibt allerdings unklar: Warum wählen die Auftraggeber gerade Foldex aus, wenn doch seine Detektei geschlossen ist - und wie wählt er überhaupt seine Aufträge aus, denn er nimmt auch nicht jeden Auftrag an.
Foldex kombiniert im Stillen und lässt sich von seiner Menschenkenntnis leiten. Da wo andere nur ihrer Logik folgen, führt Foldex das Gefühl, und er kommt so zu erstaunlichen Ergebnissen, die die Polizei, die oft einen oder zwei oder drei Schritte hinter Foldex herstolpert, alt aussehen lässt. So gerät der Detektiv mit seinen unkonventionellen Methoden auch immer wieder selbst in die Schusslinie, sowohl im wörtlichen, wie im übertragenen Sinne. „Plopp, Plopp“ macht es dann, denn irgendwie wahren die meisten Gestalten in diesen Krimis einen erstaunlichen Stil, so schießen seine Gegner bevorzugt mit Schalldämpfern auf ihre Opfer und Foldex. Selbst die Frauen, sogar die bösen, sind stets kokett, was ihnen natürlich aber auch nicht den Charme von Nick Foldex hilft.
Die Krimis spielen im Paris der 50er Jahre, was nicht verwunderlich ist, denn der Autor Schott ist auch Barpianist und spielte damals in den 50ern in Paris vor den Berühmtheiten der Zeit. Noch heute ist er jeden Tag im Hotel Vier Jahreszeiten in München zu hören.
Simon Schott: Die Foldex-Krimis, Fischer, 10 €.
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