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10. Dezember 2005 - 12. März 2006 | "Die 20er Jahre in Karlsruhe“
Leihgabe der Kunsthalle kam über Paris in die Städtische Galerie "Kriegerverein" von Scholzkommt als Nachzügler in die AusstellungDie Ausstellung „Die 20er Jahre in Karlsruhe“ in der Städtischen Galerie ist um ein weiteres eindrucksvolles Exponat reicher: Das Gemälde „Kriegerverein“ (1922) von Georg Scholz aus dem Besitz der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe hängt nun zwischen den hochkarätigen Gemälden und Grafiken der Neuen Sachlichkeit und des Verismus Karlsruher Prägung. Das Bild kam über Paris zurück in seine Heimatstadt. In der französischen Hauptstadt war es bis Anfang Januar in der vielbeachteten Dada-Überblicksschau im Centre Georges Pompidou zu sehen gewesen. Das Gemälde ist nun als „Nachzügler“ in der umfassenden Sonderausstellung im Lichthof 10 des ZKM-Baus eingetroffen.

Die Darstellung „Kriegerverein“ rechnet mit dem patriotischen Nationalismus der monarchietreuen Ewiggestrigen ab. Es verbirgt sich darin aber auch eine Mahnung vor dem kommenden Unheil, denn die mittlere Figur trägt ein Hakenkreuz am Revers. Die Arbeit von 1922 zeigt Georg Scholz als bissigen Veristen.
Anregungen für dieses Bild gingen wahrscheinlich von Ernst Würtenbergers Holzschnitt „Die Veteranen“ (1904/05) aus. Ernst Würtenberger, der sich als Professor an der Akademie für die Berufung von Georg Scholz und auch Karl Hubbuch einsetzte, schuf mit Bezug auf die Darstellung von Scholz wiederum sein großformatiges Gemälde „Die Veteranen“ (1926). Da dieses Bild aus Privatbesitz ebenfalls in der Ausstellung vertreten ist, kommt es zu einer reizvollen Begegnung zweier eng miteinander verbundener Werke.
Die Ausstellung „Die 20er Jahre in Karlsruhe“ dauert noch bis 12. März. Die Öffnungszeiten sind: Mittwoch 10 bis 20 Uhr, Donnerstag und Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr.
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