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Viola Eigenbrodt in der Virtuellen Kulturregion SWO

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Kultur für alle - Bozen rüstet auf

Museion heißt er, der Ort der Begegnungen auf hohem kulturellem Niveau, und das sicher nicht aus Daffke. „Museíon“ ist ein Begriff aus dem Altgriechischen, und bedeutete ursprünglich etwa „der Musensitz“, daraus wurde das lateinische Museum. Man nannte zunächst allgemein jedes Heiligtum der Musen, der Göttinnen der Kunst und Wissenschaft, Museion.

Viola Eigenbrodt in SWO über Kultur in Bozen

Die Baustelle

Als Begriff wie wir ihn bis heute verwenden, wurde das Wort insbesondere im 3. Jahrhundert v. Chr. in Alexandria von den Ptolemäern geprägt, denn sie gründeten und förderten ein unter den Schutz der Musen gestelltes Forschungsinstitut. Dort wurden neben philologischen auch astronomische, mathematische, botanische und zoologische Studien betrieben. Berühmt war die umfangreiche Bibliothek des Hauses, die Bibliothek von Alexandria, die bei einem Brand zerstört wurde. Und ganz ähnlich ist auch die Intention des Bozener Museions, das weit mehr will, als eine Kunsthalle zu sein, wie während der Präsentation des Projekts Landesrätin „Neues Museion“ Dr. Sabina Kasslatter-Mur Anfang Oktober noch einmal betonte

"Das Haus soll keine reine Präsentation von Kunst, sondern auch ein Ort der Forschung sein, in dem kreative Prozesse, aber auch Diskussionen bewußt gefördert werden“. Das freut auch sicher Dr. Luigi Scolari, Präsident der Stiftung der Kammer der Architekten R.L.D., die die Ausstellung über das Projekt veranstaltet hatte. Er wünscht sich „eine Sensibilisierung der Bevölkerung für die Baukunst“. Die Unterstützung durch die Stiftung der Architektenkammer war für alle Beteiligten von enormer Wichtigkeit, wollen sie doch gerade die Architektur einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Denn sie decken so manchen Aspekt in der Provinz Bozen ab. Sie sehen sich als Raum-und Landschaftsplaner und Denkmalpfleger, als ein Instrument für die Aufwertung und Verbreitung der Architektur als Kulturgut und als Gut von öffentlichem Interesse. Mit den Räumlichkeiten der Stiftung in der Rosministraße verfügt die Stiftung über Ausstellungsräumen am Eingang zur Altstadt in einer verkehrsreichen Straße. Diese sind mit Vitrinen für Ausstellungen und mit einem Saal für Vorführungen und kleine Vorträge ausgestattet und eignen sich recht gut für öffentliche Ereignisse wie die Vorstellung des neuen Museion: Das Projekt, weitere Diskussionen über Museumsprojekte in der Provinz Bozen sollen folgen. Gewonnen hatte die Ausschreibung für den neuen Bau ein Berliner Architekturbüro, die etwas „ bundesdeutschen Hauptstadtglanz“ mit ihrem Glaskubus nach Bozen bringen. Was also ist das Besondere an alten, wie auch am geplanten Musentempel?

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