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F wie Fellin - eine Retrospektive zu einem der wichtigsten Südtiroler Künstler in Meran

Peter Fellin hätte den Rummel um sich und diese sehenswerte Ausstellung nicht gemocht, vielleicht sind deswegen einige seiner Wegbegleiter und künstlerischen Freunde der Eröffnung bewusst weggebleiben, viele aber wollten ihn ehren, und deswegen war schier kein Durchkommen mehr zur Vernissage in der “Kunst Meran”. Bis zum 02. Mai wird hier im Auftrag der Kulturabteilung der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Kulturinstitut, die bisher umfassendste Ausstellung Peter Fellins (1920 - 1999) mit mehr als 100 Werken aus allen Schaffensperioden gezeigt.

Viola Eigenbrodt im SWO | Kunstportal Baden-Württemberg über Philipp Pamer

Peter Fellin: Selbstporträt

Fellin, geboren in Revò im Nonstal, mit 3 Jahren verwaist, in Österreich aufgewachsen und seit in den Fünfziger Jahren in Meran ansässig, zählt zu den schillerndsten Künstlern der Nachkriegszeit. Er prägte mit seinen religiösen, expressiven Werken die Kunstlandschaft Südtirols nachhaltig, Ölgemälde, gerne Selbstportäts, die von beeindruckender Ausdruckskraft sind und von großem Können zeugen. In seiner künstlerischen Weiterentwicklung suchte Fellin ständig neue formale Ansätze, die ihn schließlich zur gegenstandslosen Kunst brachten. Erfreulicherweise bietetdie Ausstellung, kuratiert von Prof. Dr. Markus Neuwirth, eine repräsentative Übersicht über das Gesamtwerk Peter Fellins, die erste dieser Art, übrigens.Sie beginnt mit den frühen Ausbildungsjahren 1937/38 in der Kunstgewerbeschule zu Graz, als der junge Künstler durch die Lehrer Alfred Wickenburg, Rudolf Syszkowitz und Fritz Silberbauer zum ersten Mal mit Werken des österreichischen Expressionismus bekannt und vertraut wird. Bereits hier wird eines seiner Zentralthemen angeschlagen: seine Selbstreflexion als Künstler, zunächst über das Selbstporträt, später distanzierter über Arbeiten wie „Schöpfer“ oder „Schreiber“.

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