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Viola Eigenbrodt über Miroslav Tichy im kunstportal-bw

www.viola-eigenbrodt.de

Pars pro Popo – die verschwommenen Welten des Miroslav Tichý

ZEPHYR/ Raum für Fotografien C4, 9, Mannheim bis 26.05.2013

Was Charles Bukowski für sich in Anspruch nahm, darf auch für einen
– beinahe – vergessenen tschechischen Künstler und Fotografen gelten: Kunst von Clochards. Seine kleine Retrospektive, die fast ausschließlich unbekanntes Fotomaterial zeigt, „Stadt der Frauen“ zu nennen, scheint allerdings unangemessen. Natürlich erinnert der Name an einen der berühmtesten, nicht unbedingt besten, Filme des großen Federico Fellini, aber er ist nicht Programm. Er fasst allerhöchstens zusammen, was Tichý offenbar am liebten fotografierte, nämlich Frauen, hier von diesen sehr gerne die Rückseite,

Dennoch ist deswegen seine Heimatstadt Kyjov in der Provinz keine Stadt der Frauen, wie einst das Paris der Zwanziger Jahre genannt wurde, sondern eine ganz normale kleine Stadt, mit Straßen, Plätzen, und einem Schwimmbad. Hier hielt sich der Künstler besonders gerne auf, fotografierte seine Objekte heimlich aus dem Schatten heraus, wodurch ein nicht zu übersehender voyeuristischer Aspekt in sein Werk kommt.

Wie zufällig in der Auswahl des Ausschnittes geschossene Lomografien wirken seine seltsamen Momentaufnahmen, die aus einer komplett anderen Welt eines Menschen zu kommen scheinen, der unter psychischen Problemen litt.
Einblicke in den Kopf eines verwirrten Mannes, den das kommunistische Regime zu brechen versucht hatte.

So besuchte der 1926 geborene Künstler in den späten 1940er Jahren die Kunstakadmie Prag und galt als talentierter Maler und Zeichner. Nach der Machtübernahme durch die Partei veränderte sich sein Leben. Als deren Gegner verbrachte er acht Jahre in Gefängnissen und psychiatrischen Einrichtungen. Nachdem er in seine Heimatstadt Kyjov zurückgekehrt war, verbrachte er von da an seine Tage in der südmährischen Provinz. Er wohnte zeitlebens bei seinen Eltern, war mit den Künstlern und Oppositionellen des Ortes befreundet und entzog sich erfolgreich dem sozialistischen Ideal. Er wurde dabei zum Außenseiter und nahm Züge eines Obdachlosen oder Landstreichers an. Er trank viel, wusch sich nicht mehr und seine Kleidung bestand aus Lumpen, schließlich verlor er sein Atelier.

Er begann, sich der Fotografie zu widmen, ohne Fotoapparat, von den 1950er bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.
Er stellte dafür auch ein paar eigene Kameras her, mit Linsen aus alten Brillengläsern oder geschliffenem Plexiglas, Objektiven aus Toilettenpapierrollen oder Konservendosen, Gehäusen aus Pappe, die mit Teer und Kaugummi zusammengehalten werden und einem Auslöser aus einem alten Gummiband.

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