| ZKM | Museum für Neue Kunst Eröffnung: 12. Mai 2010, 19 Uhr
Obwohl Robert Wilson sich weigert, seine Werke zu interpretieren, übernimmt er gerne die Aufgabe der Interpretation, wenn es sich um Persönlichkeiten handelt. So schuf er schon in den 1970er-Jahren seine ersten Porträts bedeutender Persönlichkeiten, wie Louis Aragon, Pontus Hultén, Helene Rochas.

Farah Pahlavi, 2006 Filmstill, Dissident Industries Inc., © the artist Seine Porträts sind theatralische Inszenierungen und somit also Interpretationen. Wilsons Künstlertum konstruiert sich aus den entscheidenden künstlerischen Impulsen der 1960er-Jahre (von Performance bis zur Minimal Art), die in seine epochemachenden und legendären Inszenierungen ab den 1970er-Jahren einflossen. Aus seiner Inszenierungskunst heraus wurde er auch Bühnenbildner und Bildhauer, Maler und Zeichner. Seine Bildkunst beschränkte sich dementsprechend nicht nur auf die Fläche, sondern er schuf auch dreidimensionale Objekte, Installationen und Environments von höchsten poetischen Graden, zum Teil absurd und surrealistisch, zum Teil extrem minimalistisch, aber immer überraschend. In der zeitbasierten Bildform Video und Film erreichte er eine innovative Bildsprache, die eine Welt kreiert, zwischen chaplinesque und kafkaesk, aber immer absolutely Wilson.
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