Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung 2019: Florian Köhler: Tschau Agip

06.02. – (verlängert bis:) 12.07.2020

Florian Köhler: Ohne Titel, 2018
Foto: Christian Ertel
Florian Köhler: Ohne Titel, 2018
Foto: Christian Ertel

Der Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung für das Jahr 2019 wurde an Florian Köhler verliehen. Die Auswahl für dieses Stipendium trafen die Mitglieder des Professorenkollegiums an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Florian Köhler, 1973 geboren, studierte seit 2001 an der Karlsruher Kunstakademie und schloss 2007 sein Studium als Meisterschüler bei Professor Meuser ab. Nach einem Reisestipendium der Kunstakademie Karlsruhe (2007) und einem 6-monatigen Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris (2013) lebt und arbeitet der Künstler heute in Karlsruhe-Mühlburg.

Florian Köhler: Ohne Titel, 2018
Foto: Christian Ertel
Florian Köhler: Ohne Titel, 2018
Foto: Christian Ertel

In schnellem Arbeitsprozess setzt Köhler seine Gussformen aus gefundenen Materialien zusammen, verbindet sie mit Bauschaum und Plastikfolie, lässt sie mitunter stehen und addiert später das letzte formgebende Element. Durch das Abgießen in Beton entstehen Skulpturen, die in ihrer Abstraktion eine allgemeingültige Form erzielen. Köhler weist den zuvor alltäglichen Bestandteilen, die er oft an der nahe gelegenen Tankstelle findet, eine neue Materialität und Funktionalität zu. Die reinen zusammengefügten Formen in ihrer ursprünglichen Materialität reizen den Künstler weniger als die Übersetzung der Alltagsgegenstände in eine neue, abstrakte Form. Das Resultat sind faszinierende Skulpturen, die erst bei genauerem Blick ihre Vielschichtigkeit offenbaren.