(Un)endliche Ressourcen. Künstlerische Positionen seit 1980

07. März – (verlängert bis) 04. Oktober2020

Ergänzend oder auch zur Vorbereitung: Digitale Führung

Umhängung in der Ausstellung “(Un)endliche Ressourcen?” | Verlängerung bis 04. Oktober 2020
Seit kurzem sind in der aktuellen Sonderausstellung “(Un)endliche Ressourcen? Künstlerische Positionen seit 1980“ in der Städtischen Galerie Karlsruhe neue Werke zu sehen. Der Austausch einzelner Exponate ist aus konservatorischen Gründen notwendig geworden. Von Bernd und Hilla Becher erwartet die Besucher*innen nun die eindrückliche Serie der “Hochöfenköpfe“, die gigantische Industrieanlagen aus den 1980er Jahren zeigt.
Auch von Sigmar Polke und Lois Weinberger sind mit “Rheingold“ von 1985 und “Skyline“ von 1994-1997 andere Fotografien als zuvor ausgestellt. Eine ganz neue Position ist mit Mario Reis hinzugekommen. Seine “Naturaquarelle” dokumentieren den Zustand der Gewässer im Karlsruher Umland im Jahr 1984. Dafür legte der Künstler mit Leinwänden bespannte Keilrahmen über mehrere Tage hinweg in verschiedene Fließgewässer und fixierte die sich festsetzenden Partikel in einem nächsten Schritt. So entstanden ebenso eigenwillige wie ästhetische Porträts des jeweiligen Flusses oder Kanals.
Die Ausstellung endet nicht, wie ursprünglich geplant, am 13. September 2020, sondern wird aufgrund der langen coronabedingten Schließzeit um drei Wochen bis 04. Oktober 2020 verlängert.



Agnes Märkel: Letzte Ressourcen (Detail) | 2015
© Künstlerin, VG Bildkunst Bonn 2020
Bildbearbeitung: © Wolfgang Gießler

Die Auswirkungen der heutigen Konsumgesellschaft auf unsere Umwelt sind allgegenwärtig. Sei es, dass wir sie mit unseren eigenen Sinnen erfahren und darüber im Alltag diskutieren, sei es, dass wir entsprechende Berichterstattungen Tag für Tag in den Medien verfolgen können.
Ausgehend von ausgewählten Beispielen der letzten 40 Jahre stellt die Ausstellung zeitgenössische Künstler*innen vor, die sich mit den wechselseitigen Einflüssen zwischen der sich zunehmend globalisierenden Konsumgesellschaft und ihrer Umwelt beschäftigen.

Foto Michael Beutler | Wursthaus klein | 2016 | Galerie Bärbel Grässlin | Foto Wolfgang Günzel, Offenbach.
Raumansichten von Peter Bastian Bild 2
© Foto: Peter Bastian, Städtische Galerie Karlsruhe | © VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Bildbearbeitung: © Wolfgang Gießler

Diese aktuellen Positionen beobachten, dokumentieren und kommentieren die Spuren, die die Nutzung und Ausnutzung unserer Lebendsgrundlagen hinterlassen. Das heutige Verhältnis zwischen Natur und Zivilisation wird ebenso in den Blick genommen wie das vielgestaltige Phänomen des Abfalls. Auch natürliche Rohstoffe wie Wasser und fossile Ressourcen sind Gegenstand der künstlerischen Betrachtung.

In so unterschiedlichen Medien wie Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation oder Video nähern sich die rund 20 Künstler*innen der Ausstellung diesen dringlichen Themen.

Raumansichten von Peter Bastian Bild 3
© Foto: Peter Bastian, Städtische Galerie Karlsruhe | © VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Bildbearbeitung: © Wolfgang Gießler


KünstlerInnen:
Nándor Angstenberger, Bernd und Hilla Becher, Michael Beutler, Joseph Beuys, Björn Braun, Nina Canell, Julian Charrière, Tony Cragg, Tue Greenfort, Andreas Gursky, Georg Herold, Roni Horn, Markus Jäger / ONUK, Kristof Kintera, Susanne Kriemann, Alicja Kwade, Klara Lidén, Agnes Märkel, Marlie Mul, Sigmar Polke, Klaus Rinke, Lois Weinberger