Veranstaltungen im Oktober 2021

GEDOK Karlsruhe | Programm Oktober 2021

  • Mi., 06.10.2021 um 19 h: | Lesung im Landesmuseum „Weiße Jahre“
  • Do., 07.10.2021 um 19.30 Uhr: | Lesung und Musik: „eine andere Musik
  • Fr., 08.10.2021 um 19:30 Uhr: Lesung: | “Kinderkriegen: Martine Lombard und Hedi Schulitz
  • Sa., 09.10.2021, 15 Uhr : | Vortrag von Martin Lehnert: „Mensch und Fledermaus – eine vielfältige Beziehung“
  • Sa., 09. Oktober 2021, 19 Uhr: | Konzert: Salon pour Pauline
  • So,. 10.10.2021, 17 Uhr: | Vortrag von Vera Morelli: “Dr. jur. Rosa Luxemburg – eine sensible Intellektuelle“
  • Di. 12.10.2021 um 19 Uhr: | Konzert: Verborgene Schätze – Das Baden-Badener Klarinettentrio spielt Werke von jüdischen Komponisten

Im Rahmen der Karlsruher Literaturtage 2021: | Lesung
Mi. 06.10.2021 um 19 h: „Weiße Jahre“

Text: Karin Bruder
Musik: Rita Huber-Süß
Veranstaltungsort:    Schloss Karlsruhe, Gartensaal; Schloßbezirk 10, 76131
Musikalische Begleitung: Rita Huber-Süß
Anmeldung erforderlich unter service@landesmuseum.de oder Fon: 0721 / 37 41 37
Eintritt: 8€
Corona-bedingte Änderungen vorbehalten.

Εlena arbeitet als Kindermädchen in Czernowitz, als sich Russland 1940 Teile der heutigen Ukraine einverleibt. Ihre Arbeitgeber, eine jüdische Pianistin und ihr Mann, verlassen das Land und geben ihre elfjährige Tochter in Elenas Obhut. Sie soll das Mädchen zu einem späteren Zeitpunkt über die Grenze begleiten. Bis es so weit ist, versteckt Elena die Heranwachsende auf dem elterlichen Hof, nicht ahnend, dass wenig später das gesamte Dorf nach Sibirien deportiert wird.
„Die Erinnerung muss nicht wachgerüttelt werden. Sie nistet ganzjährig in meinen Träumen, zeigt sich in nächtlichem Angstschweiß oder erweckt innere Stimmen zum Leben, wenn ein bestimmtes Stichwort fällt.“
Karin Bruder, in Rumänien geboren, schreibt seit vielen Jahren geschichtlich und politisch anspruchsvolle Kinder- und Jugendromane. „Weiße Jahre“ ist ihr erstes Buch im belletristischen Bereich.
Die Lesung wird musikalisch untermalt und kommentiert von der Sängerin Rita Huber-Süß.

Datum: Do. 07.10.2021 um 19.30 Uhr: „eine andere Musik

Lea Ammertals Annäherung an Clara Schumann
Musik: Sontraud Speidel

Veranstaltungsort: | GEDOK Künstlerinnenforum, Markgrafenstr. 14 (Ecke Fritz-Erler-Str.), 76131 Karlsruhe
Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de oder Fon: 0721 / 37 41 37
Eintritt frei, Spenden erwünscht
Corona-bedingte Änderungen vorbehalten.

Lea Ammertal
© Foto: privat

In dem kleinen Erzählband „eine andere musik“, Ende 2019 im brot&kunst verlag erschienen,  versammelt Lea Ammertal Impressionen um die berühmte Pianistin und Komponistin, Clara Schumann. Die Mannheimer Musikwissenschaftlerin Marion Fürst stellt im Vorwort fest: „Der Gefahr einer Heroisierung muss begegnet werden: Stellt man die große Künstlerin aufs Podest, entsteht auch Distanz (…) Lea Ammertals Erzählungen fokussieren Details aus dem Leben der Künstlerin und Mutter, nehmen sie zum Ausgangspunkt für eigene Reflektionen auch über unsere Zeit.“


Flankiert wird die Lesung durch Einspielungen von Werken Clara Schumanns durch die Karlsruher Pianistin Sontraud Speidel.
Lea Ammertal ist Autorin und Regisseurin, zuletzt war sie Leiterin des szenischen Ausbildungszweigs der Aurelius-Sängerknaben Calw.
Sontraud Speidel, eine der anregendsten und ansprechendsten Pianistinnen von heute, ist eine renommierte Pädagogin sowie Professorin für Klavier. 

Freitag, 08.10.2021 um 19:30 Uhr

„Kinderkriegen“ | Martine Lombard und Hedi Schulitz

Veranstaltungsort:
GEDOK Künstlerinnenforum, Markgrafenstr. 14 (Ecke Fritz-Erler-Str.), 76131 Karlsruhe
Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de oder Fon: 0721 / 37 41 37
Eintritt frei, Spenden erwünscht
Corona-bedingte Änderungen vorbehalten.

„Kaum ein anderes Ereignis ist für ein Menschenleben so sehr mit Rollenzuschreibungen und Körperlichkeit verbunden – doch was bedeutet Kinderkriegen jenseits romantischer Vorstellungen von Kreißsaalglück und Familie?“ heißt es in dem  o.g. Essayband, erschienen im Jan. 2021 im Hamburger Nautilus Verlag. Eine der darin versammelten Autorinnen ist Martine Lombard, die uns ihren Essay mit dem Titel „Scherbenglas“ vorstellen wird.
Während es bei ihr um die Mutterschaft mit geistiger Behinderung geht, wird Hedi Schulitz in ihrem Essay mit dem Titel „Im Windschafften der Zeit“ die Frau „ohne Kind“ in den Fokus rücken. 
Aus beiden Texten können spannende Fragen abgeleitet werden, wie z.B. : Welchen Raum bietet die Gesellschaft für Leben mit Behinderungen? Welchen Wert hat in unserer Gesellschaft eine Frau ohne Kind? Welchen Wert hat Mutterschaft in der Gesellschaft generell?  Über diese und ähnliche Fragen soll im Anschluss an die Lesung mit dem Publikum diskutiert werden.
Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Karlsruhe.

Samstag, 09.10.2021, 15 Uhr : | Vortrag von Martin Lehnert:
„Mensch und Fledermaus – eine vielfältige Beziehung“

Im Rahmen der Ausstellung „Sinneswandel“, 11.09.-10.10.2021
Sabine Schäfer und Rosemarie Vollmer präsentieren Audiovisuelle Installation, Dialogische Übermalung mit Augmented Reality, Malerei, Plastik, Zeichnung

Vortrag am Samstag, 09.10.2021, 15 Uhr   
Veranstaltungsort: GEDOK Künstlerinnenforum, Markgrafenstr.14 (Ecke Fritz-Erler-Str.), Haltestelle: Kronenplatz, 76131 Karlsruhe
Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de oder Fon: 0721 / 37 41 37
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

Wasserfledermaus, Foto: Martin Lehnert

Gemeinsam sind Mensch und Fledermäusen die Wurzeln in der Säugetierverwandtschaft. Abneigung und Zuneigung zu den „Kobolden der Nacht“ wechseln über die Kontinente und Zeiten. Aktuell werden Fledermäuse als mögliche Überträger von Krankheiten wieder gefürchtet.
Dem Titel der Ausstellung folgend, wird der Biologe Martin Lehnert mit einem Vortrag Licht ins Dunkel unserer Vorstellungen von Fledermäusen bringen und einen Sinneswandel gegenüber unserer faszinierenden belebten Umwelt ermöglichen.

Martin Lehnert war schon während seines Biologiestudiums an der Freien Universität Berlin und darüber hinaus jahrzehntelang gutachterlich tätig für den Artenschutz in Berlin und im Brandenburger Umland mit Schwerpunkt auf Wirbeltiere (Fledermäuse, Amphibien, Vögel). Im Rahmen dieser Tätigkeiten engagierte er sich für vielerlei Öffentlichkeitsarbeit wie z.B. die Zusammenarbeit mit dem UN Sekretariat des Abkommens zur Erhaltung der europäischen Fledermauspopulationen (UNEP/EUROBATS) zur Etablierung einer heute alljährlich stattfindenden Europäischen Fledermausnacht. Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Errichtung eines Schauraums mit tropischen Fledermäusen in der Spandauer Zitadelle zur Unterrichtung der Öffentlichkeit über die Lebensweise und die Schutzwürdigkeit heimischer und weltweiter Fledermausvorkommen.
Dieser Vortrag ist ein Beitrag in unserer Reihe „Künstlerinnen für die Zukunft“ der GEDOK Karlsruhe. mehr lesen.

Samstag, 09. Oktober 2021 um 19 h: Konzert: : Salon pour Pauline

Julia Spaeth / Sopran, Annelie Groth / Violine,
Jeannette La-Deur / Klavier, Eva Schramm / SWR-Sprecherin
Dorothee Schabert / Komposition

Datum:  Samstag, 09. Oktober 2021 um 19 h
Ort: Leih.Lokal der Bürgerstiftung Karlsruhe, Gerwigstraße 41, 76131 Karlsruhe

Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de oder Fon: 0721 / 37 41 37

Eintritt frei, über Spenden freuen wir uns!
Corona-bedingt Änderungen vorbehalten.

Eine Veranstaltung der GEDOK Karlsruhe und der Bürgerstiftung Karlsruhe, in Kooperation mit dem dt.-fr. Verein FemmesPAMINAFrauen

Pauline Viardot-Garcia (*18. Juli 1821, Paris, +18. Mai 1910, Paris), Sängerin und Komponistin, verbrachte die Jahre 1863 bis 1871 in Baden-Baden, bis sie – auch aus Protest wegen Bismarcks Krieg gegen Frankreich und die Pariser Commune – nach Paris zurückzog. Als enge Freundin von Clara Schumann und Ivan Turgenjew veranstaltete sie in ihrem Haus in der Fremersbergstraße Salon-Abende, bei denen sich Freunde und Bekannte gesellig um den Flügel des Hauses scharten. Man hörte die neuesten Kompositionen – natürlich auch die der Viardot – oder Lesungen, sprach über das Dargebotene, aß, trank, plauderte.


Wir haben uns von dieser Vorstellung inspirieren lassen. Julia Spaeth, Sopran, Annelie Groth, Violine, Jeannette La-Deur, Klavier präsentieren Werke von Pauline Viardot und Frederic Chopin in deren Bearbeitungen. Dorothee Schabert ergänzt den Abend mit einer Hommage à Pauline. Eva Schramm führt als “Gastgeberin” durch den Abend in lockerer Salonatmosphäre.
Das Konzert wird vom SWR aufgezeichnet und im Mittagskonzert am 18.10. um 13:15 Uhr in SWR2Musik zu hören sein.

Im Rahmen der Karlsruher Literaturtage 2021:
Vortrag am Sonntag, 10.10.2021, 17 Uhr: | Vortrag von Vera Morelli: | „Dr. jur. Rosa Luxemburg – eine sensible Intellektuelle“

Veranstaltungsort:
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe
Markgrafenstr.14 (Ecke Fritz-Erler-Str.), Haltestelle: Kronenplatz
76131 Karlsruhe

Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de oder Fon: 0721 / 37 41 37
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.
Corona-bedingte Änderungen vorbehalten.

Bis weit in die siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts hinein war Rosa Luxemburg die meist verleumdete Persönlichkeit der jüngeren deutschen Geschichte. Als Frau, überzeugte Sozialistin und Jüdin wurde sie zum Hassobjekt aller Monarchisten, Reaktionäre, Revisionäre, Frauenfeinde, Antisemiten und Rassentheoretiker.
Am 5. März 1871 wurde sie geboren und 1919 im Alter von nur 48 Jahren von Offizieren der rechtsradikalen Reichswehr ermordet.
Vera Morelli, die sich spezialisiert hat auf die Biografien berühmter Frauen und Künstlerinnen aus der Weltgeschichte, wird in ihrem Vortrag versuchen, uns das Leben der unvergesslichen Rosa Luxemburg zu vergegenwärtigen.  

Konzert am Di. 12.10.2021 um 19 Uhr: | Verborgene Schätze
Das Baden-Badener Klarinettentrio spielt Werke von jüdischen Komponisten

Annette Konrad, Klarinette
Angela Yoffe, Klavier
Thomas Lukovich, Cello

Veranstaltungsort: Kleine Kirche, Kaiserstraße 131, 76133
Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de oder Fon: 0721 / 37 41 37
Eintritt frei, Spenden erwünscht
Corona-bedingte Änderungen vorbehalten.

Das Baden-Badener Klarinettentrio
© Foto: privat

Vor rund 10 Jahren fanden sich die drei Musiker*innen Annette Konrad, Thomas Lukovich und Angela Yoffe aus Baden-Baden und Karlsruhe aus reiner Spielfreude zusammen und entdeckten die Außergewöhnlichkeit ihrer Besetzung: Klarinette, Cello und Klavier. Nachdem die bekannten Meisterwerke von Beethoven und Brahms und weniger bekannte von Robert Kahn, Wilhelm Berger oder Michael Glinka schnell erschlossen waren, war die Neugier und Leidenschaft der drei Musiker*innen geweckt, ihr Terrain weiter nach unbekannten Werken für diese Besetzung zu erforschen. Dabei stießen sie auf wahre musikalische Kostbarkeiten, die selten oder gar nicht zu Gehör kommen. Dazu zählen z.B. Werke von Paul Joun, Louise Farrenc, Nino Rota. Speziell für das Baden-Badener Klarinettentrio hat Boris Yoffe 2017 seine Fünf Stücke geschrieben, die seitdem bereits mehrfach und von unterschiedlichen Musikerinnen und Musiker aufgeführt wurden.


Die Trios von Alexander Zemlinsky (1871-1942) und Carl Frühling (1868-1937) gehören zu den beliebtesten und beeindruckendsten Werken für diese Besetzung und können auch ohne einen speziellen Anlass in einem Konzert nebeneinander stehen. Während das Genie Zemlinskys einige – wenn auch nicht ausreichende – Anerkennung gefunden hat, wurde Carl Frühling erst vor einigen Jahren wiederentdeckt, und bleibt eine fast geheimnisvolle Figur: so wenig Material findet man über sein Leben und Werk; vieles ist verschollen.
Unser Programm hat aber einen bestimmten Anlass: es wird gerade 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland gefeiert, und unsere beiden Protagonisten sind deutsche Komponisten jüdischer Abstammung, wenn auch jeder von ihnen selbstverständlich in einer eigenen, persönlichen Beziehung zum Judentum wie auch zur deutschen Kultur stand. Dies gilt ebenso für unseren dritten Komponisten, Boris Yoffe, der seit vielen Jahren in Karlsruhe lebt und in dem Konzert auch die Werkeinführungen übernimmt.

Gefördert durch Innovationsfonds Kunst – MWK Baden-Württemberg, Stadt Karlsruhe, Sparkasse Karlsruhe, Berthold Leibinger Stiftung.