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Hinkelstein 36|
…damit auch die Seele mitkommt
Jeden Sonntag gute Nachrichten und manchmal kluge Gedanken.
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Liebe kunstportal-bw Leserinnen und Leser, hallo Abonnent,
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Wieder beginnen wir mit etwas Musik: am Gründonnerstag unterwegs zu meinem Atelierbesuch, von dem ich schon im letzten Hinkelstein vorab berichtete. Nachdem die Anreise per Bus und Bahn (4 x Umsteigen) wieder mal pünktlich geklappt hat (man merkt ja nur, wenn’s schiefgeht und lästert dann über die Bahn, die ja bekanntlich immer unpünktlich ist.) gehe ich langsam. Die ausgebliebene Verzögerung gibt mir Zeit zum Akklimatisieren. Als ich ich Richtung Atelierhaus (ein ehemaliges Fabrikgebäude) flaniere, komme ich an einem Café vorbei, ein Blick auf die Uhr verbietet mir leider, mich dort hinzusetzen, um vielleicht das angepriesene regionale Hefe-Weizen vom Fass zu testen. Doch höre ich aus dem Hintergrund mir gut bekannte Musik: Passend zu Ostern lief das uralte „Hymn“ von Barclay James Harvest. Einige der Älteren erinnern sich: BJH, das waren die (mal als Soft-, mal als Bombast- Rocker einsortierten Musiker, deren orchestral geprägter, teils schon symphonischer Sound zu einem Markenzeichen geworden war. Sie hatten einige Ohrwürmer produziert, die, wer seinerzeit dabei war, sofort erinnert.
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Bild oben: Anja Luithle: "Gilles": | 06.06. – 15.10.2025: | Den Sommer über ist das Werk "Gilles" am Gardasee mit Blick auf den See zu sehen: | Anja Luithle – Gilles am Gardasee [ Nach einem Gemälde von Antoine Wattau; Figur auf Drehteller, dreht sich im Wind. 2023 Ansicht Skulpturenprojekt Prag: „We grow together“ Sculptureline, CZ Höhe 2,4 m; GFK, Lack, Stahl ] © VG Bild-Kunst, Bonn 2025; Anja Luithle
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Barclay James Harvest: „Hymn“: Valley’s deep and the mountain’s so high If you want to see God you’ve got to move on the other side You stand up there with your head in the clouds Don’t try to fly you know you might not come down
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Wie gewohnt fallen mir hierzu auch gleich wieder einige Kreuz- und Querbezüge ein zum gewohnten hinkelsteinigen Themenspektrum, zu welchem ja insbesondere die vom Internet ausgehenden Gefahren einer oligarchisch organisierten totalitären Gesellschaft gehören, in denen die Tech-Konzerne die Macht ausüben.
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Zur Zeit scheint es ja so, als ob eben diesen längst viel zu mächtigen Großunternehmen endlich der Wind ins Gesicht bläst: nicht nur die EU, auch die amerikanische Wettbewerbsbehörde FTC droht mit hohen Geldstrafen; sogar eine Zerschlagung sowohl von Mark Zuckerbergs Meta (facebook, Instagram und What’s app) und von Google, das dann womöglich Chrome und Android abgeben müßte, stehen im Raum. Wir werden dies weiter kritisch beobachten.
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Es gehört ja als Klischee, aber auch in der Realität zum American Spirit, alles für möglich zu halten und einfach mal anzufangen; dazu genügen eine Garage und der feste Glaube – Think Big .
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„Don’t try to fly you know you might not come down“ – das klingt dagegen eher bieder, deutsch, ein wenig langweilig, ängstlich. „The Sky’s the Limit“ ist dagegen die amerikanische Attitude; manchmal, wir haben es (von Microsoft bis Google) erlebt, gelingt es ja.
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Sollten wirklich, was man vorerst nur mit fast schon krankhaft kerngesundem Zweckoptimismus glauben kann, die Tech-Riesen trotz oder wegen ihrer Größe scheitern, so vielleicht nicht, weil sie nicht mehr auf den Boden zurückkommen, sondern weil sie wie Ikarus der Sonne zu nahe waren, und die ist ja "Too hot to handle" (UFO, noch so eine Band von damals – richtig ehrlicher Hardrock – und verdammt laut) Aber wie sagt der Amerikaner: No risk, no Fun.
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Auf der Rückfahrt lese ich, wie immer, Krimi – gerade einen von Jens Hendrik Jensen, einem der besten Erzähler unter den Krimiautoren. Er schreibt darin auch, warum die Langsamkeit notwendig ist: (die Protagonistin des Buchs, Nina Portland, fährt, wie es halt so ist im Norden, oft mit der Fähre: Es war ärgerlich, dass die neue Fährrinne de Fahrt so verkürzt hatte. Früher hatte es zwanzig MInuten gedauert. Ein Sprung von einer Welt in die andere brauchte seine Zeit, damit auch die Seele mitkam. (SØG. Dunkel liegt die See von Jens Hendrik Jensen)
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Jürgen Linde im April 2025
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Nehmen Sie sich also ruhig etwas Zeit, um einzutauchen in die aktuelle Welt der Kunst: Hier sind unsere guten Nachrichten im kunstportal baden-württemberg am Sonntag, dem 27.04.2025:
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Wir wünschen Ihnen einen schlicht einfach völlig astreinen, fiedlichen und freundlichen Sonntag, der ganz nach Wunsch verläuft.
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Herzliche Grüße Obelixa und das gesamte Redaktionsteam des kunstportals baden-württemberg
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Und wir bitten Sie alle, liebe Leserinnen und Leser, empfehlen Sie unseren Hinkelstein-Newsletter weiter an alle (fast alle verdienen diese Chance), mailen Sie über (facebook, Instagram, Tiktok, X etc.) an all Ihre Verteilerlisten Ihre Empfehlung für das Abonnement unseres Newsletters – am besten einfach mit der Adresse der Hinkelsteinseite im kunstportal-baden-württemberg: Hinkelstein – der wöchentliche Newsletter des kunstportals-bw – (kunstportal-bw.de) |
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