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Hinkelstein 38| ein schöner Anfang?
Jeden Sonntag gute Nachrichten und manchmal kluge Gedanken.
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Liebe kunstportal-bw Leserinnen und Leser, hallo Abonnent,
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Apropos zusammenhanglos. Zuletzt waren wir hier sehr beschäftigt mit „Zeitdiagnostik“, mit politischem Denken allgemein: unsere Welt auf dem Weg in eine technologisch basierte totalitäre Gesellschaft und all diese schwierigen Themen, mit denen wir uns hier zu recht befassen. Von denen wir uns aber nicht vereinnahmen lassen.
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Aus zahlreichen, fast gar zahllosen Gründen kommen wir zurück zur Kunst und dann gleich volle Kanne: zu deren transzendentalen Aspekten. Zuerst also – streng intuitiv nach dem bewährten Kreuz- und Querkonzept – mein kleiner Rundumschlag:
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Habemus Papam. Wir blicken ja alle ständig durch die Brille der Medien auf die (ja eben: Medien-) Wirklichkeit, die spätestens seit der Präsidentschaftswahl in den USA mehr denn je von der Politik (Trump, Regierungskrise in Deutschland, dann wieder Trump, zwischendurch mal Friedrich Merz und dann halt immer wieder Trump …) dominiert wurde. Doch selbst hier gibt es auch andere Themen – seit wenigen Tagen haben wir einen neuen Papst. Unabhängig davon, wie sehr der Tod des alten und die Wahl des neuen Papstes in den Medien als Events der Popkultur zelebriert wurden, erinnert uns dies dennoch daran, dass es weit über die Politik hinaus wichtigere Themen gibt – Themen, die unsere Existenz betreffen, „Sinn-„Fragen, die uns in der Kunst genauso begegnen wie in der Religion.
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Bild oben: Christa Kress: „Der Neue“, 2004/05; 100 x 80cm,Öl auf Leinwand | © Christa Kress, VG Bildkunst Bonn 2020
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Eintauchen in die Weite de Seins. Vor diesem Hintergrund und vielleicht auch, weil ich von meinem Schreibtisch in meinem an Kunst nicht eben armen Büro direkt blicke auf ein sehr farbintensives Gemälde von der Karlsruher Künstlerin Christa Kress († Juli 2017), deren Künstlerinnenporträt ich damals (2007) betitelt habe mit einem Zitat des Papstes Benedikt XVI, der vormals deutscher Bischof und nebenbei ein veritabler Philosoph war. Der erste Papst, der zu Lebzeiten zurücktrat von seinem Job, was vielen unmöglich erschienen war.
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In seiner damaligen Enzyklika über die Hoffnung ließ der Papst erahnen, was Transzendenz ist: “Wir können nur versuchen, aus der Zeitlichkeit, in der wir gefangen sind, herauszudenken und zu ahnen, dass Ewigkeit nicht eine immer weitergehende Abfolge von Kalendertagen ist, sondern etwas wie der erfüllte Augenblick, in dem uns das Ganze umfängt und wir das Ganze umfangen…(zitiert aus der FAZ vom 01.12.2007, Seite 8). Nach genauer Prüfung erscheint mir mein damaliges Porträt noch immer so gut, dass ich einlade zu einer erneuten Lektüre des Textes (der wie gewohnt am Ende den Anfang, den Titel, erklärt): Eintauchen in die Weite des Seins – über Christa Kress († Juli 2017) – KUNSTPORTAL BADEN-WÜRTTEMBERG
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Schon also sind wir wieder mitten in der Kunst, die unser zentrales Thema bleibt und wo wir ja, auch streng dem schon erwähnten intuitiven Kreuz- und Querkonzept folgend, u.a. nach Verbindungen suchen zwischen den verschiedenen Welten - Bildende Kunst, Musik und Lyrik (Sprache allgemein).
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Gestern abend hatte ich, ermüdet von der ständigen Bildschirm-Arbeit, mal wieder eine meiner Lieblings-CDs eingelegt: Arvo Pärt - Alina. Mehr noch als die anderen Künste, erscheint mir Musik als Kunstform, die existenzielle "Sinn-"Fragen nicht nur stellt, sondern auch "ein Stück weit" beantwortet. Hören Sie selbst: Arvo Pärt - Für Alina
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Dann fällt mein Blick links von meinem Schreibtisch aus auf eine wunderbare Zeichnung (von 2005) von Gundula Bleckmann, eine Künstlerin, deren reduzierte Werke den, der sich zu sehen erlaubt, begeistern und alle Zeit vergessen lassen können.
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Bild oben: Gundula Bleckmann: Himmel und Hölle, 2022; Eitempera auf Wawa-Holz, dreiteilig; 60 x 60 x 3 cm; © Gundula Bleckmann
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Als ich seinerzeit, 2006, vor fast 20 Jahren, über Gundula Bleckmann und ihre Arbeit schrieb, habe ich diese verbunden mit einem Gedicht von Lars Gustaffson: Damit sind wir bei der dritten Kunstform, die hier, im kunstportal-bw, auch schon immer ihren festen Platz hat - der Lyrik: Lars Gustaffsons Gedicht heute als Schlußwort - ein schöner Anfang?
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Es soll ein Tag Anfang August sein die Schwalben fort, doch eine Hummel noch irgendwo, die im Himbeerschatten ihren Bogen ausprobiert.
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Du sollst da sein, aber du sollst nicht viel reden, mir nur ein wenig über die Haare streichen
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Ein leichter, doch nicht hartnäckiger Wind soll über die Wiesen des August gehen.
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und mir in die Augen sehen mit diesem kleinen Lächeln zuinnerst im Augenwinkel.
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Und dann will ich nicht ohne Erleichterung diese Welt verschwinden sehen
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Lars Gustaffson: Es soll ein Tag sein (aus dem Schwedischen von Verena Reichel)
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Wir wünschen Ihnen heute einen wunderschönen Sonntag, mit allem was Herz und Seele wünschen.
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Hilfreich dazu wie immer die guten Nachrichten am Sonntag, dem 11. Mai 2025 im kunstportal baden-württemberg:
Herzliche Grüße Obelixa und das gesamte Redaktionsteam des kunstportals baden-württemberg
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