Datenstrom – 30 Jahre Galerie Stadt Sindelfingen

10.10.20-21.02.21 | Ausstellung der Galerie Stadt Sindelfingen
Eröffnung: 10.10., 19:00 Uhr

Datenstrom, Gestaltung: Fabian Krause

Im Jahr 2020 feiert die Galerie Stadt Sindelfingen ihr dreißigjähriges Bestehen und feiert zugleich das 175-jährige Jubiläum ihres Gebäudes. Die Galerie wurde 1990 gegründet und fußt neben der hochkarätigen Privatsammlung Diethelm Lützes, auf einer vielseitigen Städtischen Sammlung. In der Sammlung Lütze befinden sich unter anderem Schlüsselwerke von Otto Dix, Willi Baumeister und weiteren Künstler*innen Südwestdeutscher Kunst. Sie wurde in den 1980er Jahren von der Stadt angekauft. Das zweite Rathaus – im Herzen der Stadt und Standort der Galerie – ist einer der markantesten Punkte im Stadtbild und eine historische Konstante, die das Gesicht der Stadt seit 1845 prägt.

Um die bewegte Geschichte der Galerie und des Gebäudes den Bürgerinnen und Bürgern nahezubringen, hat der langjährige Mitarbeiter des Kulturamtes, Technikexperte und gebürtige Sindelfinger Fabian Krause eine multimediale Raumkonzeption entwickelt. In ihr verwebt er Video, Sound, Text- und Bilddokumente zu einem spannenden Infotainment. Sein begehbarer Datenraum lädt die Menschen dazu ein, sich interaktiv einzubringen. Krause lässt die Grenzen zwischen den Besucher*innen und ihrer Umgebung verschwimmen. Er verbindet so die spannende Informationsaufbereitung mit einem immersiven Erlebnis. Die Besucher*innen können sich durch das digitale Archiv bewegen und ihren persönlichen Interessen folgend Informationen etwa zum Gebäude, der Galerie, der Sammlung, der Kunst im öffentlichen Raum, den Ausstellungen- und Veranstaltungen der Galerie, der Kulturpolitik und dem Kulturleben Sindelfingens aufrufen. In einem großen Datenstrom, der Bilder, Zeitungsartikel und Videos miteinander verbindet, referiert Krause auf die zunehmende Digitalisierung unserer Lebenswelt. Geleichzeitig ist der DATENSTROM auch ein Experiment und Wagnis der digitalen Präsentation von Inhalten, wie sie auch auf andere Ausstellungen übertragen werden kann. Die futuristische Szenografie schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und steht somit auch sinnbildlich für die Arbeit der Galerie Stadt Sindelfingen als zeitgenössisches Museum, das immer wieder Neues im Alten entdeckt und die Menschen dazu anspornt, sich mit der Gegenwart auseinanderzusetzen.