PHILIPP MESSNER. EATING HARMONY

Galerie im Prediger Schwäbisch-Gmünd | 20. Juni – 22. August 2021

Philipp Messner:, Installation »eating harmony«, Galerie im Prediger 2021. © VG Bild-Kunst, Bonn 2021,
Foto: Michael Daiminger, München.

Die Entstehung von Künstlichkeit, technische Eingriffe in die Natur und die Auswirkungen des Virtuellen sind die Themen, die den gebürtigen Südtiroler und in München lebenden Künstler Philipp Messner interessieren und bewegen. Durch einfache Verschiebungen und Umdeutungen des Materials fordert er unsere Sehgewohnheiten heraus und hinterfragt pointiert unsere Wahrnehmung. Vom 20. Juni bis 22. August 2021 lenkt die Galerie im Prediger Schwäbisch Gmünd den Blick auf das Werk des Künstlers: Speziell für die Ausstellung hat Philipp Messner die laborartige Rauminstallation »erosions« (2020) weiterentwickelt. Zusammen mit erstmalig gezeigten Zeichnungen und der eigens für die Gmünder Präsentation gefertigten Großskulptur »Globo« beleuchtet die Werkschau die vielschichtige Sprache des Künstlers.

Philipp Messner: Globo, 2021, Aluminium, Farbe, Schraubzwingen. © VG Bild-Kunst, Bonn 2021,
Foto: Joachim Haller.

Die mit »eating harmony« überschriebene Gmünder Schau ist als gattungsübergreifender Dreiklang angelegt: Eine Bodeninstallation, Zeichnungen, die das traditionell zweidimensionale Medium ins Plastische, Dreidimensionale transformieren, und eine Großskulptur von Philipp Messner verknüpfen Facetten seines komplexen Werks. Inspiriert ist dieses aus einem Themengeflecht von Realitätspluralismus und Postfaktizität, Klima und Umwelt, Material und Konsistenzen sowie sich auflösenden Soliditäten.

NO ANALOGUE STATE, 2020, Aquarell, Tinten, eingefärbter Gips, Magnete auf Papier, 100 x 70 cm. © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Leonie Felle.

Zusammengenommen entsteht ein sich entflechtendes Narrativ aus Flüssigkeiten, Taktilität und »autonomy«. Die allen Werken Philipp Messners innewohnende Ambiguität erscheint als Metapher für eine Welt, in der das Wesen Mensch integral haust – mit all seinen Ein- und Übergriffen.

© Philipp Messner. Foto: Michael Daiminger, München

Philipp Messner wurde 1975 in Bozen geboren. Er studierte bei Michelangelo Pistoletto an der Akademie der Bildenden Künste in Wien sowie an der École nationale supérieure des Beaux-arts in Paris bei Giuseppe Penone und Jean-Luc Vilmouth. Seine Werke befinden sich in verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen, beispielsweise in der Pinakothek der Moderne München, im Centre for Contemporary Art in Warschau, im Museion Bozen und in der Sammlung des Österreichischen Bundeskanzleramtes in Wien. Zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien begleiten seine Karriere, darunter der Paul-Flora-Preis (Tirol, 2004), der Kunstpreis Museion (Bozen, 2008) und der VHV-Kunstpreis (2014) sowie Atelierstipendien des Bayerischen Staates (2011/12) und der Stadt München (2014-17). Philipp Messner lebt und arbeitet in München.