Aus Spiel wird Kunst

Museum Ritter Waldenbuch | 21. Mai bis 18. September 2022

Jeppe Hein, Intervention Impact, 2004 (Neues Museum Nürnberg, 2010). Courtesy: KÖNIG GALERIE, Berlin / 303 GALLERY, New York / Galerie Nicolai Wallner, Kopenhagen © Künstler, Foto: Annette Kradisch

Die Ausstellung präsentiert Werke an der Schnittstelle von Spiel und Kunst. Sie geht sowohl gestalterischen Aspekten nach als auch der schöpferischen Kraft von Spiel und Spaß. Anfassen, umschichten, neuordnen? Was man normalerweise im Museum tunlichst unterlässt, ist hier ausdrücklich erlaubt – zumindest bei einem Teil der Exponate. Diese sprechen den Aktions- und Gestaltungswillen des Besuchers an, dürfen berührt, benutzt und verändert werden.

Jacob Dahlgren, The Wonderful World of Abstraction, 2015 © VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Foto: Franz Wamhof

So kommt das konstruktive Potenzial von Jeppe Heins raumgreifender Installation Intervention Impact (2004) erst dann zum Tragen, wenn das Publikum die weißen Kartonwürfel wie überdimensionierte Bauklötze verwendet und immer wieder neu arrangiert.

Timm Ulrichs, Glückswürfel, 1965/2019 (Ex. 1/8) © VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Foto: Franz Wamhof

Strategisch-spielerisches Handeln und ein erwünschter körperlicher Einsatz gehören bei der Arbeit Play (2016)einer geometrisch bemalten Tischtennisplatte des Künstlerduos BNAG, ebenso zum Konzept wie bei Jacob Dahlgrens immersiven Streifenkubus The Wonderful World of Abstraction (2015), in den der Besucher eintauchen und sich darin verstecken kann.