Edwin Scharff Museum Neu-Ulm | 06.12.2025 – 03.05.2026 | „Tanze dein Leben – Tanze Dich selbst“

Tanz wird Kunst, 1918 bis 1933. Teil 2: Höhepunkte

Doppelausstellung „Tanz wird Kunst“, Teil 2: Höhepunkte
Ausstellungslaufzeit: 06.12.2025 – 03.05.2026

Unter dem Leitspruch der Tänzerin Mary Wigman „Tanze Dein Leben – Tanze Dich selbst“ rücken die Höhepunkte des künstlerischen Tanzes und damit die Zeit von 1918 bis 1933 in den Blick. Das Edwin Scharff Museum zeigt mit über 120 Grafiken und Skulpturen, Masken und Kostümen, Filmen und Fotografien die faszinierend vielschichtigen Seiten des künstlerischen Tanzes – und seinen Dialog mit der zeitgenössischen Kunst.

Um 1900 befreite der neue künstlerische Tanz den Körper nicht nur vom Korsett und aller Konvention. Er wurde subjektiv, emotional, frei und erhob den Anspruch, eine eigenständige Kunstgattung darzustellen. Die 1920er-Jahre avancierten zu einer Hochzeit des Ausdruckstanzes. Bedeutende Tänzerinnen und Tänzer gründeten ein ganzes Netzwerk aus Tanzschulen, experimentierten mit großen Laienformationen und riefen Tänzerkongresse ins Leben.Minya Diéz-Dührkoop, geb. Julie Wilhelmine Dührkoop (1873-1929), Tanzmaske „Springvieh“ von Lavinia Schulz, 1924, Fotografien auf Silbergelatinepapier, auf Karton montiert, 22,2 x 16,5 cm auf 34,2 x 24,1 cm, Expoprint, © Museum für Kunst und Gewerbe HamburgLavinia Schulz (1896-1924) und Walter Holdt (1899-1924), Bühnenkostüm Toboggan-Frau, Entwurf um 1921, Ganzkörperanzug, Draht, Leinenfaser, Pappe, Farbe, Replik 2006, 180 x 142 x 90 cm, © Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Foto: Maria Thrun

Der neue Tanz eroberte schließlich auch die Theater- und Opernbühnen. Der Gruppentanz löste zunehmend den anfänglichen Solotanz ab.

Immer mehr Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich mit seinen Bewegungsformen und sahen die modernen Tanzkonzepte als Parallele zu ihren eigenen Reflexionen auf die turbulenten Jahre der Weimarer Republik. Abstraktionstendenzen finden sich ebenso wie Tanz als kinetische Skulptur. Zugleich bildete der Tanz die grundlegenden menschlichen Schicksalsfragen ab, war sozialkritisch und politisch oder religiös-spirituell

Bild rechts: .Georg Kolbe (1877-1947), Kathedrale, 1920/1921, Bronze, H 57 cm, © Sammlung Karl H. Knauf, Berlin Foto: Markus Hilbich, Berlin

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Ausstellungsdauer bis 03.Mai 2026