Marc Peschke | 28.02. – 29.03.2026 | Stadtgalerie Bad Soden | Eine stille, kraftvolle Hommage an einen der größten Künstler unserer Zeit

Im März 2026 wird Bad Soden zum Ort einer außergewöhnlichen Begegnung mit dem Werk von Günther Uecker. Nur wenige Monate nach dem Tod des Künstlers, der am 10. Juni 2025 im Alter von 95 Jahren in Düsseldorf verstarb, zeigt die Stadtgalerie Bad Soden eine hochkarätige Ausstellung mit druckgrafischen Arbeiten, Bronzen und ausgewählten kleinformatigen Unikaten. Eine Ausstellung von stiller Intensität – und großer Aktualität.
Die Ausstellung in Bad Soden bei Frankfurt versteht sich als Würdigung eines Künstlers, der die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts entscheidend geprägt hat. Die Ausstellung erzählt nicht nur von einem Werk, sondern von einer Haltung – von Humanität, Spiritualität und künstlerischer Konsequenz.
Das Interesse der für die Ausstellung verantwortlichen Wetzlarer Galerie am Dom an Werk und Person Günther Ueckers geht bis in die 1990er Jahre zurück. Bereits damals wurden seine grafischen Prägungen in der Galerie gezeigt. Seither begleitete die Galerie sein Werk kontinuierlich, realisierte bedeutende Ausstellungen – von der ZERO-Schau 2003 in Wetzlar bis zur Präsentation der „Huldigung an Hafez“ 2022 in Bad Homburg. Diese langjährige Nähe verleiht der Ausstellung in Bad Soden eine besondere Authentizität. „Sie ist kein zufälliges Projekt, sondern das Ergebnis einer Beziehung und tiefen Bewunderung seines Werks und unseres intensiven Sammelns seiner Arbeiten, die diese vielschichtige Präsentation möglich machen“, so Galerist Michael M. Marks.
Im Zentrum der aktuellen Ausstellung der Stadtgalerie Bad Soden steht Ueckers druckgrafisches Schaffen. Uecker verstand Druckgrafik nie als bloßes reproduktives Medium, sondern als eigenständiges Experimentierfeld. Seine Sanddrucke, Siebdrucke, Prägedrucke und Lithografien entfalten eine überraschende körperliche Präsenz. Das Spiel mit Schwarz, seinen Abstufungen ins Grau und in feinste Zwischentöne bis hin zur Farbe macht die meditative Kraft dieser Arbeiten spürbar. Die zahlreich ausgestellten Werke stammen aus verschiedenen Jahrzehnten seines kreativen Schaffens.
Ergänzt wird die Schau durch Unikate, ausgewählte Bronzen, die einen intimen Blick auf Ueckers Denken ermöglichen. Ein durchnagelter Zeitungsblock etwa verweist auf seine kritische Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte und Medien. Ein Kreuz thematisiert Glauben und Spiritualität. Das berühmte „Kissen“ erzählt von einer Reise nach Bhutan und von der Verbindung von Kunst, Meditation und Alltag. Diese Werke zeigen Uecker nicht als monumentalen Gestalter, sondern als fragenden, suchenden Künstler. Die Ausstellung in Bad Soden ist ein Ort der Erinnerung, der Verdichtung und der Aktualisierung eines Werks, das hochaktuell und relevant ist.
Der Eintritt frei ist, was den Anspruch unterstreicht, Kunst nicht exklusiv, sondern zugänglich zu denken – ganz im Sinne Günther Ueckers. Alle Arbeiten sind käuflich zu erwerben.
Die Stadtgalerie im Badehaus ist mitten im Bad Sodener Kurpark gelegen.
Königsteiner Str. 86
65812 Bad Soden am Taunus
Die Ausstellung ist vom 28. Februar bis 29. März immer Mittwoch, Samstag und Sonntag von 15-18 Uhr geöffnet. Bei konkretem Kaufinteresse auch jederzeit nach Vereinbarung unter: 0171 3854113 (Michael M. Marks)