Museum und Galerie Engen | 10.02. – 15.04.2026 | Eröffnung: So, 08.02.2026; 15 Uhr

Zwischen Himmel und Erde, dort, wo Landschaft nicht bloß „Ansicht“ ist, sondern Erinnerung, Wetter, Rhythmus und innere Bewegung, entfaltet sich die Malerei von András Gaál (1936–2021). Der Künstler gehört zu jenen Bildschöpfern, die Natur nicht als Kulisse behandeln, sondern als Resonanzraum: Seine expressiven Landschaften halten weniger fest, wie die Welt aussieht, als wie sie sich anfühlt. Gaáls Blick ist dabei geprägt von seiner siebenbürgischen Herkunft und von einem Leben zwischen kulturellen Räumen: lange Zeit lebte und arbeitete er im ungarischen Pannonhalma, der Partnerstadt Engens, stellte vielfach in Rumänien und Ungarn aus und wirkte über das eigene Atelier hinaus als Organisator und Gründer einer Künstlerkolonie. Neben den Landschaften treten Porträts – aufmerksam, menschenzugewandt, an den Spuren des gelebten Lebens interessiert: Gesichtszüge, Falten, Blicke werden bei ihm zu Trägern von Geschichte, zu kleinen Archiven von Erfahrung.
Die Ausstellung „Zeitlose Zeit“ führt Arbeiten aus András Gaáls gesamter Schaffensphase zusammen.