Städtische Galerie „Fähre“ Bad Saulgau | 24.03. – 07.06.2026 | Eröffnungsparty: Samstag, 21. März 2026, 17 Uhr

Malerei, Film, Skulptur und Fotografie über die Präsenz und das Verschwinden der Figur
oder kurz gesagt: Keine Erzählung, keine Nostalgie.

Eröffnungsparty: Samstag, 21. März 2026, 17 Uhr

Die Städtische Galerie Fähre in Bad Saulgau präsentiert ab Samstag, 21. März 2026 zwei große Soloauftritte. Im Zentrum der Schau in den Galerieräumen stehen rund 50 Bilder, Skulpturen und Filme des in Augsburg lebenden Künstlers Christofer Kochs (*1969) aus seinen jüngsten Arbeitsperioden sowie den letzten zwanzig Jahren. Offenheit und Poesie, schwebende Zustände und leise Exzentrik machen das in verschiedenen Gattungen sich offenbarende Werk des Malers, Bildhauers, Filmemachers, Musikers und Songschreibers, der in Bad Saulgau seine erste Einzelausstellung präsentiert, global kulturell lesbar.

Im Kreuzgang werden erstmals prägnante fotografische Werkserien der renommierten, in Leipzig lebenden Fotografin Margret Hoppe (* 1981) und Timm Rautert-Schülerin aus den Serien „Rues de Paris“ (2005), „Après une Architecture“ (2013) und „Cotton and Capital“ (2015) vorgestellt.

In der „Beleuchtung des Jetzt“ und den damit explizit verbundenen Phänomenen von Präsenz und Abwesenheit, von Erscheinen und Verschwinden der Figur finden die non-narrativen bzw. non-nostalgischen Arbeiten von Christofer Kochs und Margret Hoppe ihren gemeinsamen, geheimnisvollen Schnittpunkt. Denn sowohl Kochs als auch Hoppe arbeiten in sensiblen Bildsprachen mit Orten und Architekturen.

Kochs kreiert in seinem malerischen Werk durch Leinwandfaltungen, transparente Schichtungen und Texturen geometrische, funktionale und abstrakte Bildräume voller Weite, Offenheit und Unbestimmbarkeit. In ihnen tauchen schließlich, wie in heiteren „Denkbildern“, so der Designer Marius Schreyer aus Nürnberg, Silhouetten, Figuren oder Torsi auf. Ähnliches vollzieht sich in seinen Filmen, die an Orten auf der ganzen Welt entstehen. In allen wie imaginär erscheinenden Räumen behauptet sich, zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, zwischen Geistigem und Körperlichem, zwischen Schemenhaftigkeit und Begreifbarkeit schließlich beharrlich die menschliche Existenz, die das Publikum mit universellen Erfahrungen wie dem Loslassen, der Veränderung und dem Neuanfang konfrontiert.

Margret Hoppes Fotografien bergen auf andere Weise Erinnertes. Ihr ruhiger Blick durch die Kamera nähert Ansichten von Gebäude- und Straßenteilen an Orten und Städten in Frankreich farb- und formintensiven abstrakten Kompositionen an und lässt sie gleichzeitig wie stille Tatorte vergangener Ereignisse erscheinen. Durch ihre Fotografien werden sie auf vielfältige Weise neu lesbar. Ihre Werkauswahl für Bad Saulgau verweist erweist zudem der besonderen, mit Frankreich verbundenen Gründungsgeschichte der städtischen Galerie „Fähre“ in der Nachkriegszeit nonchalant ihre Referenz.

Galerie-Leiterin Alexandra Karabelas: „Die sachliche Ausstrahlung von Hoppes fotografischen Artefakten ist hochkommunikativ. Über sie treten ihre Fotografien sowohl mit Kochs Szenerien als auch mit unserem Ausstellungsgebäude in einen spannenden Dialog, in dem wir uns letztendlich in unserer menschlichen Existenz selbst vergewissern.“
Zur Ausstellung erscheint ein umfassendes Begleitprogramm.

Kontakt „Fähre“: | Tel. 07581 / 207-166
Kontakt Sachgebietsleitung Kunst und Kultur | Tel. 07581 / 207-160
kultur@bad-saulgau.de
Alexandra Karabelas, Leitung Städtische Galerie Fähre