Marc Peschke | 08.04 – 27.05.2026 | LAUDA FabrikGalerie | Vernissage am Mittwoch, 08.04.2026; 17 Uhr.

im 70. Jubiläumsjahr von LAUDA freuen wir uns, Sie zur zweiten Ausstellung der Reihe „Art After Work“ in die LAUDA FabrikGalerie einzuladen.

Wir zeigen das Werk der 1908 in Berlin geborenen Künstlerin Edith Hultzsch unter dem Titel „Kairos“ – Vernissage am Mittwoch, 08. April 2026 um 17 Uhr.
Dr. Günter Hultzsch, Großneffe der Künstlerin und Verwalter des Nachlasses, wird bei der Eröffnung anwesend sein.

Kairos – der griechische Gott des günstigen Augenblicks – ist Namensgeber dieser Ausstellung und zugleich das zentrale künstlerische Prinzip Edith Hultzschs. 

„Mein Anliegen ist die Darstellung von Bewegung“, beschrieb sie ihr Schaffen. In Tuschpinselzeichnungen, Gouachen und Ölbildern hält sie den flüchtigen Moment fest: Sportler im Wettkampf, Tänzer in der Drehung, Toreros in der Arena. Ihre Arbeiten entstanden unmittelbar vor Ort – am Rande von Sportstätten, in Tanzsälen oder Stierkampfarenen – ohne spätere Korrektur im Atelier. „Ich konnte dem Zwang zu skizzieren nie widerstehen“, sagte Hultzsch über ihren Schaffensprozess.

Die Künstlerin studierte von 1930 bis 1932 bei Emil Orlik und Hans Meid an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin-Charlottenburg, einer dem Bauhaus ähnlichen Kunsthochschule. Sie gehörte dem Verein der Berliner Künstlerinnen an, in dem auch Käthe Kollwitz wirkte. Ihr Werk wurde in zahlreichen Ausstellungen in Europa, Argentinien und im Deutschen Sport & Olympia Museum gezeigt. 1981 gewann sie als erste nichtspanische Künstlerin den Plakatwettbewerb zur Fiesta Sanfermin in Pamplona.

Edith Hultzsch verstand es meisterlich, „das, was Bewegung ausmacht, auf das Wesentliche zu reduzieren“. In ihren Tuschpinselzeichnungen verdichtet sich jede schnelle Aktion zu einer charakteristischen Form. Studienreisen führten sie in den Vorderen Orient sowie nach Südfrankreich, Spanien und Portugal – der Stiere, des Stierkampfs und der Pferde wegen. 

Neben der Malerei entstanden neunzehn realisierte Entwürfe für Kunst am Bau, darunter Glas- und Betonglasfenster, Mosaike und Brunnen für die Bundesregierung und das Land Nordrhein-Westfalen.

Die Ausstellung präsentiert einen umfassenden Querschnitt durch das Werk dieser außergewöhnlichen Künstlerin und bietet die Gelegenheit, die Meisterin des Augenblicks wiederzuentdecken.

Wir freuen uns, Sie am 08. April begrüßen zu dürfen. Bitte melden Sie Ihr Kommen bis zum 01. April 2026 an.

Der Einlass beginnt ab 16.15 Uhr. Wir bitten Sie, bis spätestens 16.50 Uhr einzutreffen, damit wir pünktlich um 17 Uhr mit der Begrüßung beginnen können. Sollten Sie nach erfolgter Anmeldung doch nicht teilnehmen können, bitten wir Sie um eine kurze Mitteilung zur besseren Planung.
Letzter Einlass ist 15 Minuten vor Ende der Öffnungszeit.

Über die Künstlerin:
Edith Hultzsch (1908–2006) studierte bei Emil Orlik und Hans Meid in Berlin und widmete sich zeitlebens der Darstellung von Bewegung in Sport, Tanz und Stierkampf. Ihre Tuschpinselzeichnungen entstanden unmittelbar vor Ort – ohne spätere Korrektur – und halten den flüchtigen Augenblick mit meisterhafter Präzision fest.

Edith Hultzsch – Kairos
Ausstellungsdauer: 08. April bis 27. Mai 2026

Öffnungszeiten nach Voranmeldung:
Mo bis Do: 9 bis 14 Uhr; Fr: 9 bis 12 Uhr

© Text und Fotos: Marc Peschke