Madeleine Dietz | 10.05. – 18.11.2026 | Mainz Alter Dom St. Johannis | Vernissage: 10.05.2026; 17 Uhr

Vernissage: 10.05.2026; 17 Uhr | Einführung durch Dekan Andreas Klodt und Gespräch mit der Künstlerin, anschließend Sektempfang

Finissage: 10.11.2026: Gottesdienst zum Buß- und Bettag mit Dekan Andreas Klodt und der Evangelischen Jugend

Madeleine Dietz studierte an der Werkkunstschule Mannheim und arbeitet seit den 1980er Jahren mit Video,heim und arbeitet seit den 1980er Jahren mit Video, Performance, Raum- und Lichtinstallationen. Ihre Projekte, Performances, Raum- und Lichtinstallationen. Ihre Projekte, darunter die Kirchgänge (1993), führten sie u.a. nach Paris,darunter die Kirchgänge (1993), führten sie u.a. nach Paris, Florenz und Houston. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnun-Florenz und Houston. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, etwa den Daniel-Henry Kahnweiler-Preis (1992), dengen, etwa den Daniel-Henry Kahnweiler-Preis (1992), den Ernst-Barlach-Preis (2003) und 2024 den Pfalzpreis für ihrErnst-Barlach-Preis (2003) und 2024 den Pfalzpreis für ihr Lebenswerk. Sie ist Mitglied im Künstlerbund Baden-Lebenswerk. Sie ist Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg sowie im Deutschen Künstlerbund.Württemberg sowie im Deutschen Künstlerbund.

Das Werk von Madeleine Dietz kreist seit vielen Jahren umDas Werk von Madeleine Dietz kreist seit vielen Jahren um die Frage nach dem Verhältnis von Fragment und Ganzheit,die Frage nach dem Verhältnis von Fragment und Ganzheit, von Stabilität und Labilität, von Leben und Tod. In einervon Stabilität und Labilität, von Leben und Tod. In einer Vielzahl von Arbeiten und Installationen beschäftigt sieVielzahl von Arbeiten und Installationen beschäftigt sie
sich mit den „Schichten in der Zeit“,sich mit den „Schichten in der Zeit“, den „Zeit-Räumen“ undden „Zeit-Räumen“ und den „Sedimenten“ der Kultur, die uns umgeben, und machtden „Sedimenten“ der Kultur, die uns umgeben, und macht diese für die Betrachterinnen neu erfahrbar.diese für die Betrachterinnen neu erfahrbar

Bild oben: Madeleine Dietz:

Die Erfahrung von Verlust und Trauer ist zeitlos. Unabhängig von historischen oder kulturellen Veränderungen bleibt der Schmerz über den Tod eines geliebten Menschen bestehen. Erinnerung bewahrt das Verlorene, während Vergessen vor dem Schmerz schützt. Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich die menschliche Auseinandersetzung mit dem Tod seit jeher.

Viele religiöse und spirituelle Vorstellungen verstehen den Tod nicht als Ende, sondern als Übergang in eine andere
Form des Seins. Die Fragen nach Ewigkeit, nach dem Weiterbestehen von Seele, Geist oder Bewusstsein sowie nach dem Göttlichen begleiten den Menschen bis heute.

Die Ausstellung von Madeleine Dietz im Alten Dom St. Johannis, in dem mehr als 200 Menschen begraben wurden, greift diese Fragen auf. Der Ort selbst wird zum Träger von Erinnerung und verweist auf die enge Verbindung zwischen Leben, Tod und Ritual.

Zentrale Elemente der Ausstellung sind Grababdeckungen, die mit wiederkehrenden Fragen wie „Was ist das Ende?“ oder „Gibt es ein Wiedersehen?“ versehen sind. Sie konfrontieren die Besucher*innen mit der eigenen Sterblichkeit. Sie laden dazu ein, über Erinnerung, Vergänglichkeit und die bewusste Gestaltung des eigenen Lebens nachzudenken.

Johannisstr. / Schöfferstr. | 55116 Mainz | www.alter-Dom-Mainz.de