media art is here – die Ausstellung im Stadtgebiet Karlsruhe

ZKM Karlsruhe | 12.08. – 14.09.2025 | media art is here
Eröffnung am 13.08. um 20 Uhr: | Musikbalkon im ZKM

media Art is here – die Ausstellung im Stadtgebiet Karlsruhe

Auch 2025 bringt die Ausstellung media art is here Kunst dahin, wo das Leben spielt: Auf Straßen, Plätzen und in Gärten begegnen Besuchende zukunftsweisenden Medienkunstwerken, die den öffentlichen Raum neu denken und erlebbar machen – interaktiv, inspirierend und kostenlos zugänglich.

Die Highlights in der Sonderschau des kunstportals baden-württemberg:

Flora Momentum, 2025
le taxi pour l’avenir heureux, 2025
Stellar Sanctuary, 2025
Lawn Centrifuge, 2022-2025
Lagrange, 2025
The Story That Never Ends. Die Sammlung des ZKM, 2025-2026

Bild oben: KI-generiertes Bild © ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe

Gezeigt werden Werke von lokalen und internationalen Künstler*innen, die die Grenzen zwischen physischem und virtuellem Raum ausloten und den Einfluss digitaler Medien auf Gesellschaft, Identität und Nachhaltigkeit thematisieren. Durch ihre Platzierung mitten im urbanen Raum eröffnen die künstlerischen Arbeiten neue, überraschende Perspektiven und fördern den Austausch zwischen Kunst, Stadt und Gesellschaft.

Die diesjährige Ausgabe lädt dazu ein, Karlsruhe neu wahrzunehmen: Arbeiten wie Treespotting AR von Arturo Romero CarniceroMenfred Juretzko und Javier Argota Sánchez-Vaquerizo verwandeln einen realen Baum durch digitale Punktwolken in ein interaktives Augmented-Reality-Erlebnis und regen dazu an, über die Rolle von Natur im urbanen Raum nachzudenken.

Gesellschaftliche und ökologische Themen verwebt Dennis Siering in seinem Werk: Radical Climate Action Bird übersetzt antifaschistische Lieder in Vogelgesang und thematisiert so Artengrenzen und gesellschaftliche Ausgrenzung zugleich. Die künstlichen Rufe werden im Stadtraum ausgespielt und von heimischen Vögeln nachgeahmt.

Wie sich physikalische Gesetzmäßigkeiten durch Kunst hinterfragen lassen, zeigt Julijonas Urbonas mit seiner Lawn Centrifuge: Eine rotierende Grasfläche lässt Pflanzen nach außen wachsen und formt dabei immer neue Muster.

In der Kinemathek Karlsruhe und im TRIANGEL sind zwei weitere Werke zu sehen. Die visuelle Arbeit Lagrange von Jihye Jang beschäftigt sich mit dem Konzept eines Gleichgewichts, das nur durch ständige Bewegung erhalten bleibt. Mithilfe eines Partikelsystems entsteht ein fließendes Zusammenspiel von Chaos und Ordnung.

No Longer Not Yet von Daniela Vargas und Lehel Lajos hingegen thematisiert Nähe und Entfremdung im digitalen Zeitalter. Die Installation, entstanden im Rahmen des Austauschprojektes Cali to Karlsruhe, zeigt ein in zwei Hälften geteiltes Bett, das sich rhythmisch bewegt – ein Sinnbild für Anziehung und Distanz im Zustand des Dazwischen.

Auch das mit dem dm-Award connecting worlds prämierte Werk le taxi pour l’avenir heureux ist bereits ab dem 2. August, pünktlich zur KAMUNA, im ZKM zu sehen und bietet eine Vorschau auf seinen Beitrag zu den Schlossichtspielen. Das Projekt von Benjamin Jantzen setzt sich mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen auseinander uns ist neben dem ZKM auch auf dem Schlossplatz, in der Tourist-info sowie im dm-Shop am Europaplatz erlebbar.

Im Medienkunstraum studio hö entstehen darüber hinaus drei interaktive Projekte von Chiharu Koda in Zusammenarbeit mit JeongHo Park und Sierk Schmalzriedt. In ihnen verbinden sich Natur, Klang, Künstliche Intelligenz und urbane Dynamiken auf poetische Weise.

Last but not least regt die Installation FLORA MOMENTUM von ato (Hannah Cooke, Jannik Lang und Norina Quinte) dazu an, den Stadtraum als Ort der Heilung, Reflexion und Gemeinschaft neu zu denken. Die KI-generierte Heilpflanzenbilder von Hannah Cooke wechseln zwischen natürlichen und organischen Formen und entfalten je nach Blickwinkel neue, teils fremdartige Strukturen. Mit inklusiven, integrierten Sitzgelegenheiten lädt die Installation zum Verweilen ein.

So verwandelt die Medienkunst in Karlsruhe alltägliche Räume in Orte neuer Wahrnehmung und hinterfragt gesellschaftliche, ökologische sowie physikalische Zusammenhänge direkt vor Ort. Die Ausstellung schafft dabei nicht nur ästhetische Erlebnisse, sondern auch neue Formen der Teilhabe: Viele Werke laden zur aktiven Beteiligung ein und machen Medienkunst für ein breites Publikum direkt erlebbar.

Ergänzend zur Ausstellung werden erneut kostenfreie Fahrrad-Führungen angeboten, die vertiefende Einblicke in Hintergründe sowie technische und künstlerische Ansätze der Werke bieten. Die Führungen finden statt am 28. August (19 Uhr), 4. September (19 Uhr) und 11. September (17 Uhr), Dauer jeweils ungefähr 1,5 Stunden. Informationen zur Anmeldung sind bald hier zu finden.

Die Präsentation findet parallel zum SCHLOSSLICHTSPIELE Light Festival statt und lädt dazu ein, Karlsruhe durch Medien- und Lichtkunst neu zu entdecken.

Media art is here wird realisiert vom Kulturamt der Stadt Karlsruhe in enger Kooperation mit dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medien. Teil der Eventreihe Kunst | Sommer | Technik des KIT.