Mischa Kuball | 27.01.2026 – 01/2027 I platon’s mirror (2011 ff.) wird erstmalig in der Sammlung des Kunstpalasts ausgestellt.
Mischa Kuballs Rauminstallation platon’s mirror (2011 ff.) wird erstmalig in der Sammlung des Kunstpalasts ausgestellt.

Bild oben: Mischa Kuball, platon’s mirror, Artspace Sydney,
Sydney 2011 © VG Bild-Kunst Bonn 2026, Foto: Silversalt Sydney
platon’s mirror basiert auf einem der einflussreichsten Texte der europäischen Literatur: Platons Höhlengleichnis. In ihm wird die Unterscheidung zwischen zwei Formen der Wirklichkeit formuliert: der sichtbaren Realität und der (wahren) Realität der Ideen.
In zugleich einfachen und höchst effektiven Anordnungen mit Projektoren und reflektierenden Silberfolien, Fotografien und Videos schafft Kuball einerseits Räume, die als Gleichnisse der Platonischen Höhlensituation zu verstehen sind, andererseits übersetzt er in seinen Fotografien und Videos das komplexe Verhältnis von Lichtquelle, Spiegelung, Schattenriss und Abbild in scheinbar endlos zu erweiternde Mediationsstufen, auf denen sich die Wirklichkeit als die Wirklichkeit ihrer Reflexion immer erneut konstituiert.
Die Publikation „platon’s mirror“, herausgegeben von Andreas Beitin und Mischa Kuball, ist unter der ISBN 978-3-86335-108-3 in der Buchhandlung Walther König erhältlich.