Staatliche Kunsthalle Karlsruhe im kunstportal-bw

Programm 2020 / 2021

30.06. – 27.09.2020:
Sonderpräsentation:

Systemrelevant? | Dass und wie wir leben

“Systemrelevanz” scheint der Maßstab der Dinge während der Covid-19-Pandemie zu sein. Doch wie sähe eine Gesellschaft aus, in der alles Nicht-Systemrelevante wegbricht?

Der Begriff „Systemrelevanz“ stammt ursprünglich aus der Finanzpolitik. Unter dem Eindruck der Pandemie erweiterte sich sein Sinngehalt auf all jene Branchen und Berufsgruppen, die die Versorgung des Gemeinwesens mit lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen garantieren, so etwa in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, öffentliche Sicherheit, Logistik oder Energie.

Damit wurde ein durchaus problematisches Unterscheidungskriterium geschaffen, das Wertungs- und soziales Spaltungspotenzial besitzt. Denn „Systemrelevanz“ impliziert immer auch ihre Kehrseite: die „System-ir-relevanz“, also all das, was als verzichtbar gilt. Doch wie sähe eine Gesellschaft aus, wenn alles „Nicht-Systemrelevante“ – Geschichten und Humor, Mode, Sportschau und Lieblingsplaylists, Existenzfragen und Horizonterweiterung – weg bräche?

Weitere Informationen und Bilder auf der Website der Kunsthalle: Sonderpräsentation: | Systemrelevant? | Dass und wie wir leben

14. November 2020 bis 07. Februar 2021: | François Boucher

François Boucher. Künstler des Rokoko Vom 14. November 2020 bis 7. Februar 2021 präsentiert die Kunsthalle François Boucher, dessen Kunst als Inbegriff des französischen Rokoko gilt. Seine Kompositionen dienten als Vorlagen für Bühnendekorationen, Tapisserien, Möbel und Porzellane und prägten so den Geschmack der Zeit. Die Karlsruher Kunsthalle widmet diesem einflussreichen Künstler und bevorzugten Maler der Madame de Pompadour im Jahr seines 250. Todestags erstmals in Deutschland eine monografische Ausstellung. Das Projekt knüpft an die lange Sammlungstradition des Hauses Baden an. Markgräfin Karoline Luise gab 1759 zwei Pastoralen bei Boucher in Auftrag.

Ausdrucksstarke Einzelstudien, virtuose Kompositionsentwürfe und vollendete Malereien von großer Farbharmonie geben Einblicke in die Arbeitsweise des Künstlers. Im Spannungsfeld zwischen Natur und Kunst entwickelte Boucher eine bis in die Moderne hineinwirkende Bildsprache. Erfindungsreichtum, Imagination und Ironie prägen sein Werk, das fest in der Tradition der Aufklärung verankert ist.

Kuratorin der Ausstellung ist Dr. Astrid Reuter, sie wird von der wissenschaftlichen Volontärin Barbara Bauer M.A. unterstützt.

Baumaßnahme und Interim

Der Planungsprozess für die Sanierung des Hauptgebäudes der Kunsthalle läuft auf Hochtouren. Im Sommer kommenden Jahres wird die Kunsthalle schließen, das Hauptgebäude wird im zweiten Halbjahr 2021 komplett geräumt. Der Interimsstandort für die Kunsthalle während der Schließzeit steht fest. Von 2022 bis 2024 wird das Museum im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien zu Gast sein und dort ausgewählte Werke ihrer Sammlung präsentieren.

Alle Informationen zur Kunsthalle unter kunsthalle-karlsruhe.de