Museum Ritter Waldenbuch | 21. Mai bis 18. September 202221. Mai bis 18. September 2022

Peter Weber vor seinem Werk Faltzustand mit 24 Quadraten FW6, 2017, Foto: Museum Ritter

Peter Weber ist vor allem für seine komplexen Faltungen bekannt, die immer aus einem Stück Ausgangsmaterial und grundsätzlich ohne Schnitte entstehen. Seit den frühen 1990er Jahren befasst er sich intensiv mit der Technik und den Möglichkeiten der Faltung, die seitdem sein ausschließliches künstlerisches Gestaltungsmittel ist. Über 1500 geometrische Falt-Strukturen hat der auch als Musiker aktive Künstler inzwischen geschaffen: zunächst in Papier und Leinwand, die er einseitig weiß bemalte, dann auch in Materialien wie Aquarellkarton, Kunststoff und Stahl. Zu seinem Markenzeichen sind vor allem aber seine Faltungen in Filz geworden. Mit ihnen nimmt er in der Szene der konkreten Kunst eine Sonderstellung ein und hat sich auch darüber hinaus einen Namen gemacht.

Ohne Titel, 1980, Foto: Atelier Peter Weber

Die Ausstellung im Obergeschoss des Museums beleuchtet die Vielfalt von Peter Webers Faltungen. Zudem stellt sie das weniger bekannte Frühwerk des Künstlers vor, das seit seiner Studienzeit um 1970 herum entstanden ist und überwiegend serielle Malereien mit Linienrastern sowie Bildobjekte in der Tradition der Op-Art und Kinetik umfasst. So gibt die Schau einen guten Einblick in Peter Webers reiches Gesamtwerk, das Themengruppen in verschiedenen Medien umfasst wie zum Beispiel gemalte Interferenzen mit illusionistischer Raumwirkung, kinetische Arbeiten mit Riffelglas, gefaltete Vernetzungen, mehrteilige Faltzyklen sowie Stahlplastiken und –reliefs, die offene Faltzustände zeigen.

Vernetzung FBL 24, 2007, Foto: Gerhard Sauer
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