Drawing Rooms: Marcel van Eeden | Karl Hubbuch

Städtische Galerie Karlsruhe | 29.10.2022 – 16.04.2023

Foto-Imprsessionen zur Ausstellung von ARTIS Uli Deck

Marcel van Eeden, Dr. MacIntosh, A Prologue (Faust), 2021 © Marcel van Eeden

Mit ihrer spontanen Aussagekraft, ihrer Direktheit und ihrem erzählerischen Potential übt die Zeichenkunst eine Faszination aus, die heute aktueller denn je erscheint. Insbesondere in Zeiten von Digitalisierung und Social Media rückt die subjektive zeichnerische Geste mit ihrer handschriftlichen Qualität verstärkt in den Fokus zeitgenössischer Künstler*innen, aber auch ganz allgemein gilt das Medium als unmittelbarste künstlerische Ausdrucksform. Nirgends ist der Weg von der Idee zur Visualisierung kürzer und einfacher – ein Minimum an materiellen Mitteln reicht aus, um eine Zeichnung entstehen zu lassen. Zugleich sind ihre Techniken, ihr formales Repertoire und ihre Ausdrucksmöglichkeiten unerschöpflich. Die große Herbstausstellung in der Städtischen Galerie Karlsruhe widmet sich unter dem Titel »Drawing Rooms: Marcel van Eeden | Karl Hubbuch« zwei herausragenden Zeichnern.

Marcel van Eeden: Untitled, 2017
© Marcel van Eeden; Courtesy Sprüth Magers

Wie kaum ein anderer in der zeitgenössischen Kunst verschafft Marcel van Eeden dem Medium der Zeichnung Aktualität. Auf Grundlage von Zeitschriften, Tageszeitungen, Büchern und Katalogen, die allesamt vor seiner Geburt im Jahr 1965 gedruckt wurden, erkundet er eine Zeit, die ohne ihn stattgefunden hat. Für die Ausstellung »Drawing Rooms« treten Vergangenheit und Gegenwart in Dialog miteinander. Marcel van Eeden (*1965) und Karl Hubbuch (1891–1979) – der niederländische Ge­gen­warts­künst­ler und der deutsche Grafiker der Weimarer Republik – be­geg­nen sich im Me­di­um der Zeichnung. Rund 100 Jahre trennen die Künstler, die beide als Professoren an die Karlsruher Kunstakademie berufen wurden. Eine we­sent­li­che Grund­la­ge der Ausstellung bil­det dabei der um­fang­rei­che Be­stand an Handzeichnungen und Druck­gra­fiken Karl Hubbuchs, dessen Nachlass 2020 als Schenkung ans Museum gekommen ist.

Karl Hubbuch: Lachende, 1929
© Karl Hubbuch | Stiftung/Städtische Galerie
Karlsruhe

Marcel van Eeden (*1965) und Karl Hubbuch (1891–1979) – der niederländische Ge­gen­warts­künst­ler und der deutsche Grafiker der Weimarer Republik – be­geg­nen sich im Me­di­um der Zeichnung. Rund 100 Jahre trennen die Künstler, die beide als Professoren an die Karlsruher Kunstakademie berufen wurden. Eine we­sent­li­che Grund­la­ge der Ausstellung bil­det dabei der um­fang­rei­che Be­stand an Handzeichnungen und Druck­gra­fiken Karl Hubbuchs, dessen Nachlass 2020 als Schenkung ans Museum gekommen ist.