Kunsthalle Tübingen erhält Lotto-Museumspreis 2022

Die Kunsthalle Tübingen erhält den mit 30.000 Euro dotieren Lotto-Museumspreis des Landes Baden-Württemberg. Die Kunsthalle Tübingen ist ein 1971 gegründetes Ausstellungshaus für Wechselausstellungen.
„Mit der Kunsthalle Tübingen hat ein weit über die Grenzen unseres Landes bekanntes Haus gewonnen“, so die Jury des Lotto-Museumspreises, „das es versteht, wichtige Impulse in der Kunstszene zu setzen und gleichzeitig ein breites Publikum zu begeistern.“

Ich freue mich sehr, dass meine Arbeit und die meines Teams mit dem Lotto-Museumspreis des Landes Baden-Württemberg gewürdigt werden! Freut sich die Direktorin der Kunsthalle Tübingen, Dr. Nicole Fritz. „Dieser Preis gehört allen, die mich in den letzten Jahren unterstützt haben. Nicht zuletzt bedeutet dies auch ein Rückenwind für die Kunst und die Künstler*innen in schwierigen Zeiten. Deren Arbeit ist der Humus auf dem unsere Ausstellungen ja erst erwachsen können.

Seit dem Umbau und der Wiedereröffnung der Kunsthalle 2018 leitet Dr. Nicole Fritz die Stiftung. Sie ist geschäftsführender Vorstand der Stiftung und kuratiert alle Ausstellungen der Institution. Die promovierte Kunst- und Kulturwissenschaftlerin hat die Kunsthalle in den letzten Jahren in Bezug auf Innovation, Partizipation und Vernetzung weiterentwickelt und wieder national und international sichtbar gemacht.

Dr. Nicole Fritz,
Foto: Wynrich Zlomke

Dr. Nicole Fritz

Nicole Fritz ist seit 2018 Direktorin und alleiniger Vorstand der Stiftung Kunsthalle Tübingen. 2011 bis 2018 war sie Gründungsdirektorin des Kunstmuseums Ravensburg, das von der Internationalen Vereinigung der Kunstkritiker, AICA, zum Museum des Jahres 2015 ernannt wurde. Das Museum versteht die promovierte Kunst- und Kulturwissenschaftlerin als Spielort der Gefühls- und Bewusstseinsbildung. In ihren Ausstellungen greift sie kunstimmanente wie gesellschaftliche Fragestellungen auf, die Erkenntnisse über die Entwicklung des Menschen und seines kulturellen Erbes ermöglichen. Nicole Fritz kuratierte über sechzig Ausstellungen und ist Mitglied verschiedenster Jurys und Berufungskommissionen. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts (u. a. Bewohnte Mythen. Joseph Beuys und der Aberglaube, 2003; Ich bin eine Pflanze. Naturprozesse in der Kunst, 2015; We love animals, 2017; Birgit Jürgenssen. Ich bin, 2018; Daniel Knorr, 2020; Marina Abramović, Jenes Selbst / Unser Selbst, 2021).