Städtische Galerie Karlsruhe | 25.11.23 – (verlängert) – 25.02.2024 | Künstlerinnen der Moderne und ihr Werk nach 1945

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Eröffnung: Freitag, 24.11.2023; 19 Uhr

Führungen: jeden Sonntag um 15:15 Uhr; jeden Freitag um 16 Uhr

Bild links:
Ida Kerkovius, Farb- und Formkomposition Rot-Blau-Violett, 1957, Sammlung Schurr, © Familienarchiv Uwe Kerkovius, Foto: Bernhard Strauss

Die Ausstellung »So viel Anfang!« widmet sich Künstlerinnen der Moderne in Deutschland und ihrem späten, nach 1945 entstandenen Werk, dessen Entwicklung in den 1920er-Jahren ansetzt. Dazu gehören beispielsweise Ella Bergmann Michel, Hannah Höch, Ida Kerkovius, Jeanne Mammen, Grethe Jürgens, Lotte Laserstein oder Hanna Nagel.

Bild rechts: Margaret Camilla Leiteritz, Grün im Spiegel, 1962 © Städtische Galerie Karlsruhe; VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Mit experimentellen Collagen, abstrahierenden Gemälden und zeitkritischen Zeichnungen trugen sie vor 1933 zum Erfolg einer national, teils auch international vernetzten Avantgarde bei. Im NS-System verfemt und außer Landes getrieben, konnten sie nach 1945 an ihre Anfangserfolge nur noch bedingt anknüpfen. Während ihr Frühwerk vielfach berühmt und in die Kunstgeschichte eingeschrieben ist, blieben ihre späteren Arbeiten lange Zeit unbeachtet und von der Rezeption ausgeschlossen. Heute sind die Bilder von Helena Starck, Eleonora Rozanek, Margaret Camilla Leiteritz, Marie-Louise von Rogister oder Louise Rösler nur noch wenigen bekannt.

Vielfach in Museumsdepots oder Nachlässen verborgen, wurde erst in den letzten Jahren begonnen, ihre Werke nach und nach ans Licht zu befördern. In der gemeinsam mit dem Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr vorbereiteten Ausstellung visualisieren etwa 150 Exponate von 15 Künstlerinnen ein Spektrum der deutschen Nachkriegsmoderne, das es noch zu entdecken gilt.

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