echolot bietet Künstler/innen eine Plattform, um in Gespräch und Austausch über Inhalte, Form und Handwerk zu kommen – und damit nicht zuletzt die eigene Arbeit auszumessen. Wir laden zu den Abenden eine Künstlerin oder einen Künstler ein, die/der ihrerseits jeweils eine Kollegin oder einen Kollegen einlädt und vorstellt, deren oder dessen Arbeit sie/er schätzt und mit der/dem sie im Dialog steht.

Beginn um 18.30 Uhr im Glastrakt des Württembergischen KunstvereinSchlossplatz 2; Zugang über die Staufenbergstraße 70173 Stuttgart.

Katharina Hinsberg und Jaeyun Moon | Mi, 20.05.2026; 18:30 Uhr | Glastrakt des WKV Stuttgart

In Katharina Hinsbergs Arbeiten zeichnen Linien Bilder und Räume, vermessen und ordnen, geben Rhythmus und Struktur. Als gestische Notation, herausgelöst aus ihrem tragenden Grund, können sie zu eigenständigen Objekten werden. Zuvor gezeichnet und dann in oder aus Papier geschnitten, befragen diese Linien den Raum aus unterschiedlichen Perspektiven: sie erscheinen als Fehlstellen und verweisen auf ihr Dahinter oder sie suchen, als freigestellte Objekte, nach neuen räumlichen Zusammenhängen.

Eingeschnittene Linien legen in Jaeyun Moons Arbeiten die Tiefen von Farbschichten frei und lassen das Darunterliegende in Ausschnitten sichtbar werden. Auch sie befragt in ihrer Weise Bildkörper und Raum. Durch das Freilegen vorausgegangener Bildschichten entwickelt sie ihre ganz eigene Sprache bildräumlicher Erkundungen.

Dr. Katharina Hinsberg
Professorin für Konzeptuelle Malerei / Prorektorin / Leitung der Galerie der HBKsaar

Gemeinsam befragen beide Künstlerinnen die Dimension von Linien zwischen Fläche und Raum, zwischen Sichtbarem und Verborgenem.
Dabei sollen zum einen Arbeiten aus dem Werkkomplex ›Lacuna‹ von Hinsberg präsentiert werden; zum anderen soll der Theoriehorizont ausgemessen werden, in dem sich das Denken von ›Lacuna‹ bewegt und dort eine je eigene Bedeutung und Kontur annimmt. Die theoretische Reflexion bleibt dabei an die künstlerischen Arbeiten rückgebunden und auf die unterschiedlichen Formen von ‚Abwesenheit‘, ‚Lücke‘, ‚Leerstelle‘, ‚Zäsur‘ und ‚Unterbrechung‘ hin orientiert, die sich in Hinsbergs Werk artikulieren und ästhetisch erfahrbar werden.

Für alle Bilder auf dieser Seite: © Katharina Hinsberg

Lesen Sie dazu das Interview mit Katharina Hinsberg im Luxiders Magazine:

Mit ihren charakteristischen Zeilen als Ausgangspunkt ist alles an der Künstlerin Katharina Hinsberg unverwechselbar. Wir fragten sie, wie sie Kunst wahrnimmt, sie erschafft und sich alles im Jenseits vorstellt...