GFjK Baden-Baden | 29.11.2026 – 24.01.2027

Mario Marino ist „Künstler in Baden-Baden 2026“. Er zählt zu den großen Humanisten unter den zeitgenössischen Fotografen unserer Zeit. Sein Werk zeichnet sich durch eine klare Bildsprache und eine tief empfundene Nähe zu den Porträtierten aus.
Eindringliche Begegnungen mit Menschen aus aller Welt: Die Ausstellung „Die Magie des Augenblicks“ in der „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ zeigt ab 29.11.2026 Portraits des international arbeitenden Fotografen Mario Marino. Mit großer Klarheit, natürlichem Licht und einem besonderen Gespür für den entscheidenden Moment entstehen Bilder, die den Betrachter unmittelbar mit ihrem Gegenüber konfrontieren.
Ein Blick kann mehr erzählen als viele Worte. Genau diesem besonderen Moment der Begegnung widmet sich die Ausstellung „Die Magie des Augenblicks“ mit Fotografien von Mario Marino.
Seit mehr als zwanzig Jahren ist Marino auf Reisen durch Europa, Afrika, Kuba, Mexiko, Nepal und insbesondere Indien. Überall begegnet er Menschen, deren Gesichter und Blicke zum Ausgangspunkt seiner fotografischen Arbeit werden. Seine Reisen bereitet der Fotograf intensiv vor – doch wer tatsächlich vor seiner Kamera steht, entscheidet letztlich der Zufall.
Marino fotografiert mit einfachen Mitteln und überwiegend mit natürlichem Licht. Seine meist frontal aufgenommenen Portraits wirken unmittelbar und zugleich erstaunlich ruhig. Die Menschen blicken direkt in die Kamera und damit auch direkt zum Betrachter. Offenheit, Ernst, Würde und manchmal auch eine feine Distanz prägen diese Begegnungen.
Der Fotograf selbst bezeichnet seine Portraits als „fotografische Psychogramme“. Tatsächlich erzählen die Bilder weit mehr, als sie auf den ersten Blick preisgeben. Sie stellen Fragen nach Identität und Authentizität, nach Nähe und Fremdheit, nach Pose und Persönlichkeit. Wer ist der Mensch, der uns hier gegenübersieht? Was lesen wir in seinem Gesicht – und was tragen wir selbst in das Bild hinein?
Gerade darin liegt die besondere Kraft von Marinos Fotografie. Seine Bilder erklären nicht, sie lassen Raum für die eigene Wahrnehmung. Aus dem kurzen Moment zwischen Fotograf und Porträtiertem entsteht eine nachhaltige Kommunikation mit dem Betrachter.
In einer Zeit permanenter Selfies und einer kaum überschaubaren Bilderflut setzt Marino einen bewussten Kontrapunkt. Seine Fotografien entschleunigen den Blick. Sie laden dazu ein, innezuhalten und einem fremden Menschen für einen Moment die volle Aufmerksamkeit zu schenken.
Die Ausstellung wird gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung, der Stadt Baden-Baden sowie privaten Unterstützern.
