Galerie Stadt Sindelfingen | 15.11.2026 – 25.04.2027 | Ausstellungseröffnung: Sa, 14.11.2026; 18 Uhr

Karim Boumjimar, Philipp Haager, Sophie von Hellermann, Mehmet & Kazim, Rachel von Morgenstern, Anna Nero, Paulina Semkowicz, Fabian Treiber

Im Jahr 2027 beginnt für die Galerie Stadt Sindelfingen die lange erwartete Sanierung ihrer Gebäude. Mit Murals wird dieser bedeutende Einschnitt zum Anlass für eine Ausstellung genommen, die gleichermaßen Hommage und Abschied ist: eine Würdigung der beiden Bauten – des klassizistischen Hauptgebäudes sowie des Oktogons von Josef Paul Kleihues – die die Galerie Stadt Sindelfingen seit 1990 beherbergen. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler verwandeln die Ausstellungsräume in ein künstlerisches Medium, indem sie mit ihren ortsspezifischen Wandmalereien auf sie reagieren und die Wände zum Bildgrund werden lassen.
Karim Boumjimar überführt die Ursprünglichkeit des menschlichen Körpers und der Natur in eine hybride Bildwelt, während Sophie von Hellermann persönliche Erfahrungen, Literatur und Mythologie aufgreift und zu traumhaften Szenen zwischen Realität und Imagination verwebt. Auch in Philipp Haagers Wandbild ist die Natur und insbesondere das sich ständig wandelnde Panorama des Himmels der zentrale Bezugspunkt. Einen anderen Zugang zum Verhältnis von Wirklichkeit und Imagination wählen hingegen Mehmet & Kazim, indem sie Einflüsse aus Graffiti sowie digitale und abstrakte Malerei mit historischen und zeitgenössischen Referenzen verbinden.
Das Verhältnis von Bild und Raum rückt bei Rachel von Morgenstern ins Zentrum. Mit ihrer spielerisch-leichten Abstraktion lässt sie die Grenzen zwischen beiden zunehmend verschwimmen. Auch Anna Nero lotet die Möglichkeiten des Bildraums aus und entwickelt ihre Kompositionen aus einem dynamischen Zusammenspiel von Ordnung und Offenheit, in dem sich geometrische Strukturen und klar definierte Formen immer wieder neu formieren. Währenddessen begreift Paulina Semkowicz die Wand als Bühne und schafft einen atmosphärischen Raum, in dem Erinnerung, Vergänglichkeit und räumliche Wahrnehmung ineinandergreifen. Fabian Treiber schließlich nimmt den architektonischen Raum selbst zum Ausgangspunkt und entwickelt aus Interieurs und Bildfragmenten eine Welt, in der sich vertraute Perspektiven verschieben und die Grenzen zwischen Vertrautheit und Fremdheit zunehmend auflösen.

Ausstellungseröffnung: Samstag, 14. November 2026, 18 Uhr
Im Rahmen der Langen Nacht der Museen

Kuratorin: Hannah Eckstein-Glenz
Kuratorische Assistenz: Roberta Čebatavičiūtė