„Jo Winter – Körper. Geste. Echo – Skulpturen, Tuschen und Malerei“

Jo Winter | 18.04. – 17.05.2026 | Galerie der Stadt Tuttlingen | Eröffnung Fr, 17.04.2026, 19 Uhr

Neben der Eröffnung der Ausstellung mit einer Einführung durch Sabine Lang vom Museum und der Stiftung Anton Geiselhart (Gundelfingen) möchte ich auch auf die Finissage hinweisen, bei der Ingrid Schorscher die hinreissende Originalkomposition für Akkordeon Solo von Tosih Hosakawa spielen wird.

Bild oben: Jo Winter: Geste, Tusche auf Bütten, 53 x 78 cm, 2021

Bild links: Jo Winter: HeimatHeimat, Pappel feuergeschwärzt , 200 x 57 x 32 cm, 2006

Ob draußen oder drinnen platziert, ob stehend oder hängend inszeniert:
was Jo Winter in den öffentlichen oder privaten Raum bringt, ist sofort als seine Arbeit auszumachen. Wie er, der vor Jahrzehnten promovierte Biologe, seine Anregungen aus dem Umfeld holt, wie er Häuser, Türme oder Boote in die Abstraktion hievt, das ist einzigartig. Dass der Bildhauer mit seinen Skulpturen (aber auch mit den ebenfalls kraftvollen Zeichnungen) Beachtung erfährt, hat viel damit zu tun, wie er das Material seiner Kunst, insbesondere Holz, mit einer gewissen Aura versieht.

Wie aus der Zeit gefallen, so scheint es, sind diese Werke auf den ersten Blick,
und bei näherer Betrachtung wirken sie dann atemberaubend zeitgemäß. Nämlich schwarz,
verbrannt. Als sei eine Naturkatastrophe über sie hereingebrochen.
(Auszug aus dem Katalogbeitrag von Karlheinz
Schmid in re:discover, Art Karlsruhe