ZKM Karlsruhe | 10.10.2026 – 29.08.2027 | MO Museum Vilnius

Art, Technology and Us

Was bedeutet es, in einer Zeit zu leben, in der Technologie jeden Aspekt der Lebenswirklichkeit bestimmt? Wird unser Selbstverständnis und werden unsere Gesellschaften in Fragmente zerfallen – nur um dann von Märkten oder politischen Kampagnen wieder zusammengesetzt zu werden? Was macht uns in einer Welt, in der alles personalisiert ist, wirklich einzigartig? Haben wir noch eine Wahl, oder werden wir zunehmend von den uns umgebenden Codes geprägt?

Bild oben: © MO Museum, Vilnius

In einer Zeit tiefer Unsicherheit, geprägt von Klimakrise, Kriegen und globaler Instabilität, ist nicht mehr klar, was uns helfen kann, den Weg in die Zukunft zu finden. Lange Zeit glaubten wir, dass Wissenschaft und Technik letztendlich alle unsere gesellschaftlichen Probleme lösen würden. Doch die Sache ist komplizierter: Wissenschaftliche und industrielle Fortschritte haben auch katastrophale Unglücke und bleibende Umweltschäden verursacht.

Künstler:innen nutzen oft das kreative Potenzial der Technologie, warnen aber gleichzeitig vor ihrer Macht, zu kontrollieren, zu schaden und zu spalten. Vielleicht ist es gerade unsere Fähigkeit, mit diesen Widersprüchen zu leben und über sie nachzudenken, die uns menschlich macht – während wir gleichzeitig die Hoffnung und die Fähigkeit zum Träumen bewahren, ohne unser kritisches Bewusstsein zu verlieren.

»How to Feel Real. Art, Technology and Us« widmet sich einigen der herausforderndsten Themen unserer Zeit: Vernetzung, Automatisierung, Intelligenz, Körper und Selbstbestimmung. Die Ausstellung geht dabei ganz grundlegenden Fragen nach, wie wir uns wirklich fühlen können – was es bedeutet, lebendig zu sein, was das Universum ist und welchen Platz wir in ihm einnehmen. Die ausgestellten Werke treten über Zeiten hinweg miteinander in einen Dialog – von frühen künstlerischen Reaktionen auf das Aufkommen von Computern und dem Internet bis hin zu zeitgenössischen Auseinandersetzungen mit künstlicher Intelligenz und der zunehmenden digitalen Vermittlung unserer Welt – und letztlich unseres Selbst.

Kate Crawford, Vladan JolerMichel BretEdmond CouchotNam June Paik, Kęstutis Andrašiūnas / Institutio Media, Mindaugas Gapševičius, Rūtė Merk, Emilija Škarnulytė, Jake Elwes, Martyna Marciniak, Anna Ridler, Julia Vollmer, Antanas Gerlikas, Ignas Pavliukevičius, Bernd LintermannPeter WeibelChrista SommererLaurent Mignonneau, Rugilė Matuzaitė, Rusnė Ivanauskytė, Mantas Valentukonis, Julijonas Urbonas, Gabrielė Adomaitytė, Marija Teresė Rožanskaitė, Juan Duarte Regino, Robertas Narkus, Pakui Hardware, Alexandra Daisy Ginsberg, Miglė Vyčinaitė, Sputniko!, Ztohoven Group, Bureau of Inverse Technology (BIT)Anna ManankinaHarun Farocki, Deva Bartninkaitė, Algimantas Kuras, Donatas Norušis, Žilvinas Kempinas, Rasa Šmite, Raitis Šmits, AATBUniversal EverythingLynn Hershman LeesonAnna Dumitriu und Alex May