Paul Blau

Ausstellung | 02.05. bis Mitte Oktober 2021 | im Weingut Brunck in Schweigen-Rechtenbach

Paul Blau im kunstportal-bw

Einen Schritt vor den andern setzen. Der Weg heißt Schönheit… 

Gerade herrscht Stille und wir hoffen,
bald wieder ein wenig Kultur
verbreiten zu können, und Gold  auszustreuen
an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit
an einem ausgesuchten Ort, vielleicht in einem Café…
Wir werden sehen und hoffen, dass bald wieder etwas
möglich sein wird.

Martin Schmitt / Paul Blau: “Unterm Katzenmond / Lisboa” (2020)

Tatsächlich sind wieder Ausstellungen geplant, – und zwar ab dem 25. April 2021 im Rahmen des Kunstparcours
Schweigen. Ich bin mit dabei mit Werken aus den aktuellen Zyklen “Höhlenmalerei”und “Vom Ende der Berührungslosigkeit” in der Probierstube des
Weingut Brunck, Paulinerstr.5, 76889 Schweigen-Rechtenbach.
Die Ausstellung wird etwa ein halbes Jahr zu sehen sein, und guten Wein gibts obendrein.
Während der Ausstellung werden Führungen stattfinden, und vielleicht auch ein kleines Open-Air-Konzert mit Chansons. Wenn es so weit ist, folgen weitere Infos.

Unter dem Motto „Höhlenmalerei“ hat Paul Blau auf Kiefernholzplatten kraftvolle, energiegeladene Gemälde in rotschwarzer Farbgebung geschaffen, die sich mit den Themen: Begegnung, Sehnsucht und Fremdheit beschäftigen. Ausgangspunkt und Impuls für diesen Zyklus war ein Weinetikett, das er schon vor Jahren für einen Cabernet Sauvignon entworfen hatte.

Die neuen Werke sind alle Ende 2020 / Anfang 2021 entstanden, inspiriert von Skizzen, die bereits existierten. Der Titel der Sammlung bezieht sich einerseits auf die Situation ihrer Entstehung: die Zeit, in der wir uns alle quasi in unserer Höhle, sprich unserem Zuhause aufhalten mussten, auf eine Art isoliert und auf uns selbst bezogen. Auf der anderen Seite erinnert die Malerei tatsächlich ein wenig an archaische, stark abstrahierte Darstellungen, wie sie beispielsweise in prähistorischen Höhlen wie Lascaux im Vezere-Tal zu sehen sind. Auch lassen einen viele Motive an ein Schattentheater denken, Schatten, die sich auf einer von rotem Licht dunkel ausgeleuchteten Oberfläche abbilden. Die Geschichten, die sich assoziativ aus den Bildern ableiten, sind nächtlich, hitzeerfüllt und blutvoll, als wollten sie der Isolation mit aller Kraft widersprechen und sie ins Gegenteil umkehren…  Paul Blau