Franziska Schemel: | 05. – 08.02.2026 | Art Karlsruhe 2026
Galerie Alfred Knecht; Halle 2 G20.

Archaische Urbanität
Prof. Dr. Chris Gerbing: Über die Arbeiten von Franziska Schemel
Franziska Schemel erkennt die unterirdischen Verkehrsbauwerke in ihrer ästhetischen Vielfalt, die sie aufgreift und fortführt. Und zugleich geht es ihr, wie sie selbst sagt, darum,“aus dem Dunkel in die Helligkeit auszubrechen.” Den austarierten Kontrast von Erdenfestigkeit und Leichtigkeit, der ihrenWerken zu eigen ist, ruft sie auchdurch ihre Materialwahl hervor. Immer wieder kommt zu der Kombination aus Fotografie und Aquarell bzw. Leinwand, die ihre Bildgründe prägen, Sand hinzu, der die Oberfläche mit seiner Körnigkeit zusätzlich strukturiert, den haptischen Eindruck von grobkörniger Betonoberfläche noch verstärkt. Betont werden muss auch, dass Franziska Schemel ihre Fotografien nicht retuschiert, sondern sie in jenem von ihr eingefangenen Moment in ihre Arbeiten einbindet. Sie entwirft damit eine ’neue‘ Realität quasi als Gegenpol zum Alltag, bietet dem Betrachter eine neue Lesart dieser Verkehrsbauwerke anund fängt das Erhabene im Alltagsmoment ein.
Prof. Dr. Chris Gerbing