Gaudi im Musée d’Orsay

© Bilder: Musée d’Orsay

Die Ausstellung in Paris ist so vielfältig wie das Œvre des Künstlers. Erstmals seit 50 Jahren zeigt das Musée d’Orsay in Frankreich den Katalanen Antonì Gaudi als kreativen Architekt, ornamentalen Jugendstil-Künstler und außergewöhnliche Persönlichkeit.

Das genreübergreifende Ausstellungskonzept umfasst das gesamte Spektrum seiner Arbeit, darunter Exponate die erstmals zu sehen sind:  ein architektonisches Element der Eingangshalle von La Pe­drera, sowie zwei Möbelstücke, ein Schminktisch und eine Chaiselongue aus dem Besitz der Familie Güell. Graf Eusebi Güell war seit 1882 Gaudis größter Auftraggeber und Mäzen. Ergänzt mit Videoaufnahmen aus seinem Atelier, Fotografien und Zeitdokumenten geben die Werke einen Einblick in die innovativen Arbeitstechniken des Künstlers und die Entstehung seiner weltbekannten Häuser Casa Calvet, Casa Batlló und Casa Milà, und natürlich in sein Lebenswerk, die bis heute unvollendete Kathedrale Sagrada Familia in Barcelona. Zahlreiche Artikel, Karikaturen und Fotografien aus der damaligen Presse dokumentieren das hohe öffentliche Interesse das Gaudí schon zu Lebzeiten begleitete.

„Die Gaudí-Ausstellung möchte den Architekten in seiner ganzen Komplexität darstellen, im soziopolitischen Kontext einer Stadt, die vom Klassenkampf gezeichnet war und in der sich die Bourgeoisie ebenso wie die Industrialisierung entwickelte“, so Charo Canal, Leiterin der Pressestelle des Na­tio­nalen Kunstmuseums von Katalonien in Barcelona und zusammen mit Juan José la Huerta Kuratorin der Ausstellung. Ausstellungsdauer: bis 17.Juli 2022