Feuilleton – Exkurs zum technologischen Totalitarismus

Digitalisierung und Globalisierung sind sicherlich zwei “Megatrends”, die die Entwicklung unserer heutigen Gesellschaft charakterisieren. Beide Entwicklungen lassen sich als positiv betrachten, werden aber auch sehr kritisch bis radikal ablehnend angegriffen.
Schon lange steht die These im Raum, dass uns die Digitalisierung in einen “technologischen Totalitarismus” führen würde.
Frank Schirrmacher, der als FAZ-Mitherausgeber eine lange Reihe von Essays zu diesem Thema moderiert hatte, hat einen Diskussionsband herausgegeben (erschienen erst nach Schirrmachers Tod im Jahr 2014), der thematisch als Ausgangspunkt unserer Diskussion dienen soll.

Das Vorwort hierzu ist von Martin Schulz; eine hervorragende Zusammenfassung der aktuellen Diskussion.
Technologischer Totalitarismus: Vorwort von Martin Schulz.

Um hier einen Anfang zu machen, veröffentliche ich nachfolgend erstmals einen eigenen Beitrag, den ich für die FAZ-Serie geschrieben hatte – der Titel ist ein Zitat von Eric Schmidt, dem Chef von Google/ Alphabet. In einem Interview wurde Schmidt gefragt: “Gibt es Gott?” Seine vielsagende Antwort: “Noch nicht“.

Inzwischen dominiert ja ein anderes Thema die gesellschaftliche Diskussion – die Corona-Pandemie. Auch hier ergeben sich zweifellos nachhaltige Veränderungen für unsere Gesellschaft. ZKM-Chef Peter Weibel, der längst auch als gesellschaftlicher Vordenker einen sehr guten Ruf hat, spricht von der Entstehung der ersten Telegesellschaft der Menschheitsgeschichte.
Peter Weibel in der Neuen Züricher Zeitung am 20.03.2020: | Essay: Virus-Viralität-Virtualität

Ich selbst befürchte, dass die Telegesellschaft, deren Vorteile ich nicht bestreite, gleichzeitig jedoch die negativen Aspekte der Digitalisierung noch beflügeln könnte. Zu dieser Überlegung habe ich nun einen zweiten Beitrag getextet: Digitale Diktatur.

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